Wegen Corona wäre Öffnung ungewiss

Haupt- und Finanzausschuss Großalmerode beschließt: Panoramabad bleibt 2020 geschlossen

Besucher wird das Panoramabad in Großalmerode in diesem Jahr nicht empfangen, beschloss der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag.
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Besucher wird das Panoramabad in Großalmerode in diesem Jahr nicht empfangen, beschloss der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag.

Die Zukunft des Panoramabades diskutierten die Vertreter des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) von Großalmerode unter anderem bei ihrer Sitzung am Donnerstag.

Zunächst gab Bürgermeister Finn Thomsen den Vertretern des HFA sowie den zahlreichen Besuchern der Sitzung einen kurzen Rückblick auf die Saison 2019. Trotz personeller Probleme und Wasserrohrbrüchen sei die Saison mit 24 Besuchern pro Stunde zwar chaotisch, im Ergebnis aber in Ordnung gewesen.

„Das Panoramabad ist in die Jahre gekommen und seine Wehwehchen werden immer schlimmer“, sagte Thomsen. Großalmerode hatte sich deswegen für das Förderprogramm SWIM des Landes Hessen beworben. Nun solle Großalmerode bis zum 15. Juni einen Antrag mit dem geplanten Sanierungsumfang beim Land stellen. „Das wäre auch ohne Corona nicht zu stemmen“, meint Thomsen. Denn dafür müsste ein Ingenieurbüro mit einer detaillierten Kostenberechnung beauftragt werden. Im Haushalt 2020 sind 125 000 Euro für die Freibadverbesserung eingestellt worden, die aber mit einem Sperrvermerk versehen wurden. Dieser sollte nun aufgehoben werden, um ein Ingenieurbüro zu beauftragen.

Die Aufhebung des Sperrvermerkes führte zu Diskussionen: So sagte Volker Pforr, Fraktionsvorsitzender der CDU, dass die CDU-Mitglieder zum Schwimmbad ständen, aber mit der aktuellen Situation sei noch nicht absehbar, mit welchen finanziellen Einbußen die Stadt zu rechnen hätte. Deswegen plädierte er dafür, den Sperrvermerk jetzt noch nicht aufzuheben, sondern die weitere Entwicklung abzuwarten.

Steffen Prauß, Fraktionsvorsitzender der SPD, sieht das anders. Seiner Meinung nach sollte auf jeden Fall die Planung in Auftrag gegeben werden, damit Fördermittel beantragt werden können. Unabhängig davon, wie man sich in der Zukunft entscheide, müsse man wissen, welche Arbeiten notwendig seien. Dem stimmte Frank Anacker (WG) und Jürgen Stache (SPD) zu. Mit vier Ja-Stimmen und einmal Nein hat der HFA den Sperrvermerk aufgehoben.

Weiterhin sollte ein Beschluss gefasst werden, ob das Panoramabad 2020 öffnen sollte. Hier herrschte Einigkeit unter den Vertretern des HFA. Alle stimmten dafür, das Bad 2020 nicht zu öffnen und damit alle nicht zwingend notwendigen Aufwendungen zu vermeiden. Wegen der Corona-Pandemie sei eine Öffnung ungewiss, und wären dann mit strengen Auflagen und demzufolge enormen Personalkosten verbunden. Stattdessen wolle man das Geld lieber für die Saison 2021 und die notwendige Renovierung des Bades sparen. 

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