Bis zu zwölf Gäste sollen in Tagespflegeeinrichtung empfangen werden

So soll es werden: Auf der Zeichnung des Architekturbüros ist der neue Komplex einmal von der Seite (oben) und einmal von vorn (unten) abgebildet. Zeichnung:  Foundation 5+ Architekten BDA

Großalmerode. Nach Hessisch Lichtenau und Wanfried entsteht in Großalmerode die dritte eigenständige Tagespflegeeinrichtung im Werra-Meißner-Kreis.

„Sie soll den Charakter einer Großfamilie haben“, sagt Torsten Rost, Geschäftsführer der Diacom Altenhilfe, über die geplante Tagespflegeeinrichtung mit zwölf Plätzen in Großalmerode. Sie soll bis Ende 2018 in einem gemeinsamen Komplex - der im Sinne der Tonstadt eine Ziegelfassade erhält - mit dem neuen Gemeindehaus entstehen. Die Diakoniestation Großalmerode, die momentan noch ihren Sitz gegenüber der Kirche hat, wird im Souterrain einziehen. Die Kirche bleibt Grundstückseigentümer, stellt der Diacom als Bauherrin - die als öffentlicher Träger externe Zuschüsse beantragen kann - das Areal allerdings per Erbpachtvertrag zur Verfügung. 800.000 Euro sind für das Gemeindehaus veranschlagt, mit einer Million Euro plant die Diacom, je 240 Quadratmeter sind vorgesehen. „In dieser Deutlichkeit ist die enge Vernetzung zwischen Diakonie und Kirche erstmalig, das Projekt hat also Modellcharakter“, sagt Rost. Damit entspreche man dem Wunsch der hessischen Kirche, dass Diakonie und Kirche aufgrund ihrer gemeinsamen Herkunft wieder mehr miteinander kooperierten. Mit dem Bau, der voraussichtlich Anfang Juni startet, kommt die Diacom einem ihrer Ziele näher: Kleinräumige Angebote zwischen stationärer und ambulanter Pflege in den einzelnen Gemeinden zu schaffen. „Denn jeder möchte möglichst lange zuhause versorgt werden“, sagt Rost.

Der Tagesablauf von 8 bis 17 Uhr soll flexibel nach den Wünschen der Gäste, die morgens zuhause abgeholt und abends wieder heimgebracht werden, gestaltet werden. Angedacht sind Spiele, Singkreis, Kreativangebote sowie Krankengymnastik, Logopädie und Erinnerungsarbeit für Demenzkranke. „Es wird eine Gemeinschaftsküche geben, in der entweder komplett gekocht wird oder in der einzelne Komponenten zubereitet werden“, sagt Rost.

Zwar stehe die Pflege nicht im Vordergrund, sondern in erster Linie die Betreuung sowie eine feste Tagesstruktur, doch sei natürlich auch die pflegerische Versorgung gewährleistet. Die barrierefreie Einrichtung sei beispielsweise auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Betreut werden können Pflegebedürftige aus dem Umkreis Großalmerodes, aber auch aus Walburg, Helsa oder Witzenhausen. Rost schätzt, dass die Kosten pro Tag je nach Pflegegrad zwischen 60 und 80 Euro liegen werden.

Kontakt: Um besser planen zu können, nimmt Torsten Rost bereits Anmeldungen entgegen unter Tel. 05651/7452714 oder per E-Mail: rost@diacom-altenhilfe.de. Auch Pflege- und Betreuungskräfte, die gern in der Einrichtung arbeiten möchten, können sich melden.

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