Polizei hatte bereits Zweifel an der Geschichte geäußert

Junge dachte sich Entführungsversuch nur aus: Zehnjähriger gibt Lüge zu

Großalmerode. Der angebliche Entführungsversuch, der sich am Montag in Großalmerode ereignet haben soll, hat sich der zehnjährige Junge nur ausgedacht.

Das teilte die Polizei am Freitag mit. Der Fall hatte in dieser Woche in den sozialen Netzwerken für große Aufregung gesorgt.

Der Junge hatte zuvor behauptet, an der Kasseler Straße in ein Auto gezerrt worden zu sein, in dem bereits ein weiteres gefesseltes Kind gesessen habe.

Nach Angaben von Polizeisprecher Reiner Lingner hatte der Junge jetzt aber seiner Mutter gegenüber zugegeben, die Geschichte frei erfunden zu haben. „Gründe dafür nannte er zunächst nicht“, teilt Lingner mit. Die Mutter habe sich nach dem Geständnis ihres Sohnes telefonisch bei der Polizei gemeldet. Die Beamten der Kriminalpolizei planen nun, den Jungen noch einmal anzuhören.

Bereits am Donnerstag hatte Polizeisprecher Lingner erhebliche Zweifel an der Geschichte des Jungen geäußert. Die Polizei hatte, nachdem sie zunächst nur wenig über den Fall bekanntgegeben hatte, am Donnerstag schließlich doch öffentlich nach Zeugen des Vorfalls gesucht. „Gestern Abend schon hatte sich eine Zeugin gemeldet, die den Jungen ca. 45 Minuten nach der angeblichen Tat Fahrrad fahrend im Bereich des „Tatortes“ gesehen hatte“, so Lingner.

„Der Junge machte nach Angaben der Zeugin einen fröhlichen Eindruck und nicht wie ein Zehnjähriger, der kurz vorher nur knapp einer Entführung entgangen war.“

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