Spiel mit Steinen

Kleine, bunte Kunstwerke wandern durch Großalmerode 

Frisch bemalt: Neue Steine zu verzieren, macht der Familie von Jacqueline Korschuch ebenso Spaß wie Steine zu suchen und neue Verstecke für sie zu finden.
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Frisch bemalt: Neue Steine zu verzieren, macht der Familie von Jacqueline Korschuch ebenso Spaß wie Steine zu suchen und neue Verstecke für sie zu finden.

Wer genau hinschaut, hat sie vielleicht schon entdeckt: Kleine Steine, die schön bemalt worden sind. Sie tauchen in und um Großalmerode auf  und sind auch weiter entfernt zu finden.

Dabei handelt es sich um eine Art Spiel, das über das soziale Netzwerk Facebook verbreitet wird.

Bemalte Steine werden ausgelegt, damit andere sie finden können. Diese wiederum machen ein Foto des Steins am Fundort, posten es in der dazugehörigen Facebookgruppe und suchen einen neuen Platz für den Stein. So gehen die kleinen Kunstwerke auf Wanderschaft.

Das Spiel mit den Steinen hat Jacqueline Korschuch nach Großalmerode gebracht: „Wir waren auf dem Hohen Meißner spazieren und meine Tochter hat dort einen Lossestein gefunden, also ein Stein von der Facebookgruppe Lossesteine, die in Richtung Kaufungen, Helsa aktiv ist.“. Da ihre vierjährige Tochter selbst gern Steine bemalt, entschloss sich Korschuch dazu, die Almeröder Steine-Gruppe zu gründen.

„Vergangene Woche Dienstag habe ich die Gruppe erstellt und dann ging alles ganz schnell.“ Bereits 175 Mitglieder sind dabei und folgen aktiv dem Motto der Gruppe: „Freuen, posten, auslegen“. So kann es vorkommen, dass mehr als 30 Funde an einem Tag auf der Seite vermeldet werden.

„Es ist eine schöne Coronabeschäftigung“, erklärt Korschuch. „Auch wenn wir uns gerade nicht mit Freunden und Bekannten treffen können, so ist das doch etwas, das wir gemeinsam machen können.“ Ihre Tochter könne zwar den Zusammenhang mit Facebook noch nicht verstehen, freue sich aber besonders, wenn ein guter Freund ihren Stein gefunden habe.

Auch die beiden Schlümpfe warten auf Finder, die sie in neue Verstecke tragen. 

Durch den Verweis auf die Facebook-Seite kann zudem nachvollzogen werden, welche Strecke ein Stein bereits zurückgelegt hat. „Es soll Steine geben, die bis nach Spanien gewandert sind.“ Da das Wandern der Steine erwünscht ist, dürfen auch die Almeröder Steine an einem weiter entfernten Ort ausgelegt werden.

Dabei ist Facebook aber keine notwendige Vorraussetztung: „Jeder kann mitmachen. Auch ohne Facebook können gefundene Steine wieder neu ausgelegt werden.“ Nicht nur Familien mit Kindern, sondern auch viele Erwachsene beteiligen sich, lassen die Steine wandern oder bemalen neue Steine, weiß Korschuch.

Das Spiel ist einfach, zu beachten gibt es nur einige

grundlegende Regeln, die als Anleitung in der Gruppe hinterlegt sind. So dürfen Steine zum Beispiel nicht auf Autos gelegt werden oder in Geschäften platziert. Auch beim Malen sind die Regeln einfach gehalten: Es darf der Umwelt zuliebe nichts aufgeklebt werden. Um die Steine wetterfest zu machen, sollten sie mit Klarlack versiegelt werden und auf der Rückseite sollte das Facebook-Symbol und der Gruppenname Almeröder Steine stehen, damit sie zugeordnet werden können.

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