Künftig gegen einen Obolus

Seniorennachmittage der Stadt Großalmerode nicht mehr kostenlos

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Gut gelaunter Gast: Lina Hildebrand war die älteste Teilnehmerin beim Seniorennachmittag am Dienstag in Großalmerode und bekam von Bürgermeister Andreas Nickel Blumen. 

Großalmerode. Die 96-jährige Großalmeröderin Lina Hildebrand und Heinrich Oetzel, 85 Jahre alt und aus Laudenbach, werden die Großalmeröder Seniorentage 2015 wohl in bester Erinnerung behalten.

Die beiden wurden am Dienstag, dem ersten Tag der Veranstaltung im Großalmeröder Rathaussaal, von Bürgermeister Andreas Nickel als älteste Frau und ältester Mann unter den Anwesenden jeweils mit einem Blumenstrauß begrüßt.

„Die Zeiten sind vorbei, in denen man mehr ausgeben als einnehmen und sich mit einem Kredit über die Runden helfen konnte“, hatte Nickel unter anderem den Senioren in seinen Grußworten die finanzielle Situation der Tonstadt verdeutlicht und mit seinem Hinweis auf die Kürzung freiwilliger Leistungen auch auf eine Neuerung der Seniorentage vorbereitet: „Künftig werde man um einen kleinen Beitrag nicht umhin kommen!“ Ohne einen Betrag zu nennen, hatte der Rathauschef erklärt, dass die Veranstaltung mit Zubringer-Bus, Kaffee und Kuchen sowie dem Programm künftig nur noch mit einem Obolus möglich ist.

Die Vorzüge des Alters mit seinen vielfältigen Erfahrungen rückte Pfarrer Norbert Lomb in den Mittelpunkt seiner Ansprache. So räumte er trotz aller Beschwernisse, die das zunehmende Alter an gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit sich bringe, der Zufriedenheit eine größere Bedeutung ein. Das Leben sei viel mehr als nur die Krankheit, versicherte der Geistliche und empfahl, sich mehr über die positiven Dinge zu freuen, mit Humor nicht alles so tierisch ernst zu nehmen und auch mal über sich selbst lachen zu können.

Für ein unterhaltsames Nachmittagsprogramm hatten außerdem die Dancing-Kids von der Turngemeinde Großalmerode, Erzählerin Gabriela Schweigler aus Kassel mit Märchen zum Genießen und der Musikzug der Stadt beigetragen. Am Dienstag hatten die Frauen des Sozialverbands VdK aus der Tonstadt die Bewirtung der Senioren aus der Kernstadt, Laudenbach, Trubenhausen und Weißenbach übernommen, am Mittwoch stellten sich für die Teilnehmer aus den übrigen Stadtteilen die VdK-Frauen aus Laudenbach zur Verfügung. 

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