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Kernstadtwehr Großalmerode soll zwei neue Fahrzeuge bekommen

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Von: Stefan Forbert

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Im Gespräch vor zwei Feuerwehrfahrzeugen (von links) Zugführer Frank Hasper, Tobias Lorenz, Bürgermeister Finn Thomsen,  Regierungspräsident Mark Weinmeister, Elena Schicker und der stellvertretende Stadtbrandinspektor Timo Zentner.
Den Bewilligungsbescheid für ein neues Fahrzeug für Großalmerodes Kernstadtwehr überbrachte Regierungspräsident Mark Weinmeister (Dritter von rechts) Bürgermeister Finn Thomsen (Dritter von links) im Beisein von (von links) Zugführer Frank Hasper, Tobias Lorenz und Elena Schicker von der Projektgruppe Fahrzeugbeschaffung sowie dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor Timo Zentner. Im Hintergrund sind vor der Feuerwache die Fahrzeuge zu sehen, die ersetzt werden sollen, links der Hilfeleistungswagen, rechts das Auto der Einsatzleitung. © Stefan Forbert

Noch müssen die Stadtverordneten von Großalmerode zustimmen, schließlich sollen mehrere Hunderttausend Euro investiert werden. Ein großer Schritt, um ein vor 27 Jahren gebautes großes Fahrzeug der Freiwillige Feuerwehr zu ersetzen, ist aber schon gemacht:

Großalmerode – Am Mittwochnachmittag überbrachte der Kasseler Regierungspräsident Mark Weinmeister (CDU) Bürgermeister Finn Thomsen (parteilos) den Bewilligungsbescheid des Landes Hessen über eine Fördersumme von 110 000 Euro.

Insgesamt werden 575 00 Euro veranschlagt für ein neues Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug mit Wassertank (HLF 20), das von bis zu neun Einsatzkräften besetzt werden kann und dem Brandschutz ebenso dient wie der allgemeinen Gefahrenabwehr. Zu der Neuanschaffung gehört dann auch die technische Ausrüstung, die ganz individuell nach den Bedürfnissen der Wehr ausgewählt wird.

Dabei geht es insbesondere um die am häufigsten zu erwartenden Einsatzlagen, die im Falle des waldreichen Gebiets Großalmerodes samt einem Großteil des Kaufunger Waldes gerade auch Waldbrände sein können. Die werden „verstärkt auf uns zukommen“, befürchtet auch RP Weinmeister, der auf die Dürreperioden in den vergangenen Jahren verwies.

Um die Auswahl der sinnvollsten Technik kümmert sich in Großalmerode extra eine Projektgruppe, zu der neben Brandschutz-Experten auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung angehören.

Zugleich soll ein neues Fahrzeug auch für zusätzliche Motivation bei den Feuerwehr-Aktiven sorgen, räumte Weinmeister ein. Erfreut hörte er von Bürgermeister Thomsen, dass sich – gegen den allgemeinen Trend – die Zahl der Einsatzkräfte in der Tonstadt zuletzt durch einige Neuzugänge erhöht hat.

Auf das neue Fahrzeug muss die Feuerwehr aber noch warten. Erst muss es noch europaweit ausgeschrieben werden, außerdem haben die Hersteller mittlerweile eine Lieferzeit von mindestens zweieinhalb bis drei Jahren, weiß Zugführer Frank Jasper.

So wird das neue HLF 20, das eineinhalb Meter länger und auch noch größer sein wird, Großalmerodes Kernstadtwehr erst zur Verfügung stehen, wenn das alte Auto sein 30. „Lebensjahr“ längst vollendet hat.

Immerhin, so lobte Weinmeister bei der Übergabe des Bescheides die gute Pflege des 1995 gebauten Fahrzeugs, sehe es aus „wie gerade vom Band gelaufen“.

Ähnlich lang wird es nach Einschätzung der Projektgruppe dauern, bis der neue Einsatzleitwagen kommt. Für diese Investition von rund 180 000 Euro ging der Stadt Großalmerode der Bewilligungsbescheid vom Land Hessen über eine Förderung mit 43 200 Euro schon Ende vorigen Jahres zu. (sff)

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