Lieder waren fast körperlich erfahrbar

Mehr als 60 begeisterte Zuhörer bei Barockmusik-Konzert

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Sorgten für einen fulminanten Jahresbeginn: Peter Rosenberg (von links), Bernhard Wünsch und Sopranistin Eilika Wünsch begeisterten mit ihrem Konzert im Großalmeröder Rathaussaal.

Was für ein fulminanter Jahresbeginn! Das Neujahrskonzert im Almeröder Rathaussaal bot den über 60 begeisterten Zuhörern am Freitag das versprochene musikalische Feuerwerk in jeglicher Beziehung.

Unter dem Oberbegriff „Klassik im Rathaus“ traten Eilika (Sopran) und Bernhard Wünsch (Flügel und Arrangement) zum dritten Mal in der Tonstadt auf. Diesmal war der langjährige Erste Konzertmeister der Bamberger Symphoniker, Peter Rosenberg, mitgekommen.

Barockmusik hatten sie ausgewählt, „Meine Seele hört im Sehen“ und „Flammende Rose“, beide aus den „Neun deutschen Arien“ von Georg Friedrich Händel, beide von Eilika Wünsch eindrücklich vorgetragen.

„Partita Nr. 2 a-Moll für Violine solo“ von Johann Sebastian Bach spielte dann Rosenberg. Er zeigte sich dabei als wirklicher Meister seines Instruments. Die Violine und der groß gewachsene Solist waren eine Einheit, transportierten die tiefe Trauer, aber auch die Befreiung der Musik für das Publikum fast körperlich erfahrbar.

Mit Romantik ging’s nach der Pause weiter: Vielbeklatscht wurde die berühmte „Vokalise“ von Sergei Rachmaninow, die Eilika Wünsch die Gelegenheit bot, die Vielfalt und Schönheit ihrer Stimme auszusingen.

In der Tradition des Teufelsgeigers zeigte sich Rosenberg mit drei Stücken aus den „24 Capricien für Violine Solo“ des Niccolo Paganini, die als besonders anspruchsvoll gelten.

„Ich schwebe“ und „Cäcilie“ von Richard Strauss standen am Ende des perfekten Konzertes zum Jahresbeginn.

Das Publikum war begeistert. Stehenden Applaus gab es zu Recht am Schluss nach der Zugabe, der Champagnerarie aus Giuseppe Verdis La Traviata. Dabei ging Sopranistin Eilika Wünsch singend von hinten durch den Saal zur Bühne.

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