Vertretung für den Betriebsleiter

Neue Gesichter im Panoramabad Großalmerode

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Sie halten das Panoramabad am Laufen: Matthias Noll (links), ab August in Ausbildung zur Fachkraft für Bäderbetriebe, und Jan Steffens, angehender Priester und Vertreter von Harald Krumpholz.

Im Panoramabad in Großalmerode gibt es zwei neue Gesichter: Jan Steffens als Bade-Betriebsleiter und Azubi Matthias Noll.

Großalmerode – Jan Steffens, 31, ist derzeit Bad-Betriebsleiter und vertritt damit Harald Krumpholz, der kurzfristig ausgefallen ist. Matthias Noll, ebenfalls 31 Jahre alt, absolviert ab 1. August die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe und ist derzeit schon als Rettungsschwimmer im Freibad im Einsatz.

Steffens kommt aus Rheine in Nordrhein-Westfalen, ist nach der Schule und dem Zivildienst unter anderem nach Israel gereist, hat von 2016 bis 2018 in einem Kloster gelebt und wird im Oktober die Ausbildung am Wiener Priesterseminar antreten. Wie er in Großalmerode gelandet ist? „Aus einer Laune heraus habe ich in eine Facebook-Gruppe geschrieben, dass ich für den Sommer einen Job suche“, sagt er. Noll hat den Kontakt hergestellt und wenige Wochen später war Steffens im Einsatz.

„Am Anfang haben wir Unterstützung aus Hessisch Lichtenau erhalten“, sagt Großalmerodes Bürgermeister Finn Thomsen. Die Tonstadt und die Lossestadt sind im Bäderverbund mit Waldkappel. Nun ist Steffens verantwortlich – „ich bin ins kalte Wasser gesprungen“, sagt er. Er hat immer etwas zu tun, prüft die Wasserwerte, den Filter, räumt abends auf, saugt das Becken und kümmert sich um die Stoß-Chlorungen. „Die Interessengemeinschaft nimmt mir viel Arbeit ab, sie pflegt zum Beispiel die Rasenflächen“, zeigt sich Steffens dankbar. Bis 30. August ist er voraussichtlich im Panoramabad tätig – „ich würde am liebsten im nächsten Jahr wiederkommen“, schwärmt er. Zuerst kam Steffens bei Frank Anacker unter, inzwischen hat er von der Stadt eine Wohnung zur Verfügung gestellt bekommen. „Herr Steffens ist Fachangestellter für Bäderbetriebe. Das hat genau gepasst, denn wir brauchten eine Person mit dieser Qualifizierung“, berichtet Thomsen.

Matthias Noll beginnt im August seine Umschulung zur Fachkraft für Bäderbetriebe. Zuvor hat er bereits eine Ausbildung zum Maler und Lackierer gemacht. „Ich bin um die Ecke großgeworden, wohne fünf Minuten zu Fuß vom Schwimmbad entfernt“, sagt er. Als er mitbekam, dass die Ausbildungsstelle ausgeschrieben ist, hat er sich direkt beworben. Den Rettungsschwimmer hat er bereits absolviert und darf somit schon im Freibad helfen. Nächsten Monat beginnt für Noll die Umschulung, die zwei Jahre dauert und Blockunterricht in Friedberg beinhaltet. „Mir gefällt der sportliche Aspekt, der Umgang mit Menschen und dass man an der frischen Luft ist“, sagt der 31-Jährige. Im Winter fällt Letzteres weg, dann ist er im Hallenbad in Hessisch Lichtenau im Einsatz. „Herr Noll hat den Betrieb mit am Laufen gehalten“, sagt Thomsen.

Der Tagesbesucherrekord wurde laut Steffens diesen Sommer bereits zwei Mal gebrochen: „An einem Tag waren es 1153 Besucher“, sagt er. An solchen Tagen sei das Freibad auf die Hilfe der DLRG angewiesen. Wann das Bad dieses Jahr schließt, steht laut Thomsen noch nicht fest – vermutlich Ende August oder Mitte September.

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