Erstmals wieder Stände auf dem Speckplatz

Der neue Markt in Großalmerode läuft sich warm

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Freut sich, dass Großalmerode endlich wieder einen Markt hat: Brigitte Traube (von links) am Fischladen auf Rädern von Kerstin Demmerle und Stefanie Grabinsgi. 

Zum ersten Mal seit Jahren gab es am Samstag wieder einen Markt in Großalmerode. Wie kam das neue Angebot bei Händlern und Kunden an? Wir haben uns umgehört.

Samstagmorgen, 9 Uhr. Auf dem Speckplatz in Großalmerode laufen die letzten Vorbereitungen auf den ersten „Almeröder Landmarkt“: Mit vereinten Kräften wird das Partyzelt der Rommeröder „Braumanufaktur Werk II“ von Frank Hinkelmann noch ein Stück an den Bratwurststand von Susanne Klingbeil aus Walburg herangerückt.

Freuen sich über den Start des neuen Marktes: Die beiden Organisatoren Peter Noll (von links) und Heinz Ridder (3. von links) mit Heiko Augustat, Felix Hiemer und Michael Claus

Daneben bieten die ehemaligen Agrarstudenten Felix Hiemer und Michael Claus unter dem Vorsprung der angrenzenden Dachterrasse frisches Gemüse, Salate und junge Gartenpflanzen von ihrer Anbaufläche „So Lala“ in Unterrieden an. Den trockenen Platz unter dem Dach weiß auch Heiko Augustat von „Ahle Greben’s Hof“ aus Laudenbach für die frischen Eier aus seiner Freilandhaltung und die Nudelprodukte zu schätzen. Fünfte im Bunde der Händler an diesem Morgen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und Schneefall ist Kerstin Demmerle aus Trubenhausen mit ihrem Fischladen auf Rädern.

Mit Glockenschlag halb Zehn im nahen Kirchturm öffnet der erste Landmarkt offiziell, doch das Markttreiben hält sich in Grenzen, der erwartete Ansturm bleibt zunächst aus. Erst als um 12 Uhr der Großalmeröder Musikzug aufspielt und Bürgermeister Finn Thomsen begrüßt, hat sich der Platz gefüllt und die Händler haben alle Hände voll zu tun. Die Bratwürste reichen nicht und müssen nachgeholt werden, das Bier der Braumanufaktur ist ausverkauft, Pflanzen, Eier und Nudeln finden reichlich Abnehmer und am Fischladen stehen die Besucher Schlange.

Zu den ersten Kunden am frühen Morgen zählte Brigitte Traube. „Endlich haben wir einen Markt in Großalmerode“ freute sich die gebürtige Rheinländerin, die vor Jahren in die Tonstadt gezogen ist. Erste Anlaufstelle war der Fischladen, den sie bereits von ihren Einkäufen donnerstags kennt, wenn er am Almeröder Edeka-Markt Station macht. Etwas enttäuscht reagierte sie auf die zunächst anscheinend eher geringe Resonanz: „Nie was los, wird immer geschimpft, und ist was los, kommt keiner“. Auch Matthias Krück aus Laudenbach und die Almeröderin Ulrike Oehl begrüßen den Markt und hoffen, dass er von vielen gut angenommen wird, um zur dauerhaften Einrichtung zu werden. Das wäre ganz im Sinne von Heinz Ridder und Peter Noll, den Organisatoren des Almeröder Landmarkts.  

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