Nachfolger für Kurt Studenroth gewählt

Neuer Stadtbrandinspektor: Dirk Junker führt Wehren aus Großalmerode

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Führungswechsel bei der Feuerwehr: Dirk Junker (links) folgt auf Kurt Studenroth, hier mit Bürgermeister Andreas Nickel und dem neuen stellvertretenden Stadtbrandinspektor Marcel Dann (rechts).

Großalmerode. Der scheidende Stadtbrandinspektor von Großalmerode, Kurt Studenroth, übergibt seinem Nachfolger Dirk Junker ein gut bestelltes Haus.

In den 15 Jahren seiner Amtszeit hat Studenroth Investitionen in Millionenhöhe bewegt und Unterkünfte und Fuhrpark der Brandschützer grundlegend modernisiert.

So zollte auch Bürgermeister Andreas Nickel dem bisherigen Chef hohe Anerkennung: „Der Brandschutz ist bei uns gesichert.“ Studenroth musste altersbedingt abtreten.

Zu seinem Nachfolger wählten de Feuerwehrleute den Diplom-Ingenieur Dirk Junker (52) aus Großalmerode gewählt. Der Fachmann für Elektrotechnik ist im Kreis kein Unbekannter: Er engagiert sich nicht nur für die Feuerwehr, sondern auch für das Uganda-Team in Witzenhausen und die Städtepartnerschaft mit Kayunga.

Sein neuer Stellvertreter ist Marcel Dann, der als Wehrführer in Rommerode schon Führungserfahrungen sammeln konnte. Beide wurden einstimmig und offen gewählt, weitere Personalvorschläge gab es bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Großalmeröder Wehren im Dorfgemeinschaftshaus in Uengsterode nicht.

Die sieben Wehren der Tonstadt haben zusammen 148 Aktive, leider seien die Mitgliederzahlen rückläufig. Die Nachwuchsgewinnung müsse massiv verstärkt werden, denn auch die Jugendwehr benötigt neue Mitglieder, so der Tenor des Abends. Der Nachwuchs soll aus einer Kinderwehr kommen, die ab Mitte April ihre Arbeit aufnimmt. Zur Zeit gibt es vier Jugendwehren, es sollen wieder sieben werden. Stadtjugendfeuerwehrwart Stefan Schaal verwies darauf, dass derzeit 33 Jugendliche in der Feuerwehr aktiv sind, davon zwölf Mädchen. Die Jugendwehren leisteten über tausend Ausbildungs- und Arbeitsstunden.

Kritische Worte fand Kurt Studenroth für den immer größer werdenden Verwaltungsaufwand: „Wenn das Land weiter so mit den Ressourcen seiner ehrenamtlichen Kräfte umgeht, wird es immer schwerer, Führungspersonal aus den Reihen der Feuerwehren zu rekrutieren.“ Der scheidende Stadtbrandinspektor rief die Aktiven dazu auf, sich über die Verbände stärker bei den Vorgaben des Landes einzumischen.

In den 15 Jahren der Ära Studenroth wurden zehn neue Fahrzeuge angeschafft - vom Mannschaftstransportwagen über einen Einsatzleitwagen bis zu gängigen Löschfahrzeugen für die Stadtteile. Seit 2001 arbeiten die Brandschützer nach einer Budgetvereinbarung. Bei der Neueinkleidung der Aktiven waren die Großalmeröder kreisweit vorn. (wke)

Weitere Berichte zur Versammlung der Großalmeröder Wehren lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.

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