Neue Technik, Rutsche und Sprungplateau

Freibad in Großalmerode wird saniert und bleibt zwei Jahre geschlossen

Halten den Plan für die Sanierung des Panromabads in den Händen: Bürgermeister Finn Thomsen (von links), Matthias Noll, Fachangestellter für Bäderbetriebe, und Ingenieurin Christina Barchfeld.
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Halten den Plan für die Sanierung des Panromabads in den Händen: Bürgermeister Finn Thomsen (von links), Matthias Noll, Fachangestellter für Bäderbetriebe, und Ingenieurin Christina Barchfeld.

Für die Sanierung bleibt das Panoramabad in Großalmerode zwei Jahre geschlossen.

Großalmerode – Erst 2500 Euro, dann 770 000 Euro – so viel Geld kam bisher für die Sanierung des Panoramabades in Großalmerode durch eine Spendenaktion der Brauerei Krombacher und aus Fördermitteln des Bundes zusammen. Es soll aber noch mehr werden, um die Gesamtkosten von rund 3,75 Millionen Euro zu stemmen. „Wir wollen die Förderanträge in diesem Jahr durchbekommen“, sagt Bürgermeister Finn Thomsen.

Würden die im Herbst bewilligt, könnte die Sanierung nächstes Jahr stattfinden.

Angefangen hat die Geschichte um die Sanierung des Großalmeröder Panoramabads eigentlich bereits 2019. In diesem Jahr hatte es einen Wasserrohrbruch gegeben, sagt der Bürgermeister. Der Schaden sei mit einer Übergangsreparatur behoben worden. Das heißt: Es wurde nichts wieder ins Erdreich eingegraben, sondern nur oberflächlich verlegt. Das sei vor dem Hintergrund geschehen, dass das bei einer Sanierung ohnehin wieder hätte rückgängig gemacht werden müssen, erklärt Thomsen. Deshalb sollen auch in diesem Jahr keine Instandsetzungen vorgenommen werden.

Dafür gibt es aber auch noch einen weiteren Grund: „Wenn wir dieses Jahr etwas machen würden, würden wir die Förderfähigkeit verlieren“, sagt Thomsen. Das hänge damit zusammen, dass Maßnahmen nicht nachträglich gefördert werden können. Das Fördergeld muss also vor Beginn der Maßnahme beantragt und bewilligt worden sein. Insgesamt rechnet der Bürgermeister im Falle der Bewilligung sämtlicher Anträge mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt rund 1,7 Millionen Euro.

Aber wofür genau sollen die verwendet werden? Was wird im Panoramabad alles saniert? „Bis auf die Chlorgasanlage eigentlich alles“, sagt Matthias Noll, Fachangestellter für Bäderbetriebe. Die komplette Technik muss erneuert werden – darunter Rohre und Filteranlagen, erklärt Ingenieurin Christina Barchfeld. „Es sind zum Teil viele Arbeiten, die man hinterher gar nicht sieht, die aber wichtig sind.“

Außerdem stehe die Umgestaltung der Becken an. Im Moment seien sie gefliest, „das kostet uns pro Jahr zwischen 30 000 und 50 000 Euro an Reparaturen“, erklärt der Bürgermeister. Deshalb soll es künftig Edelstahlbecken geben. Diese seien außerdem für Kälteperioden in den Wintermonaten besser geeignet und beständiger. Außerdem soll das Bad barriereärmer werden, um Rollstuhlfahrern den Besuch zu erleichtern.

Neben einer neuen Badeaufsichtskabine zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken und einem neuen Sprungplateau steht noch eine weitere, heiß ersehnte Neuerung an, wie Bürgermeister Thomsen berichtet: Das Freibad soll eine Rutsche bekommen. „Das ist das große Thema“, so Thomsen. „Sie ist der große Wunsch vieler Kinder und Jugendlicher.“ Dafür gebe es zwar keine Förderung, aber: „Es gibt bereits Spendenzusagen in fünfstelliger Höhe.“ Für die Rutsche müssen aber auch die Beckenköpfe erhöht werden, erklärt Barchfeld, „damit wir die vorgeschriebene Wassertiefe erreichen.“

Sollten die Fördermittel wie geplant bis Herbst bewilligt werden, könnte die Planung beginnen, sodass den Sanierungsarbeiten im nächsten Jahr nichts im Wege stünde. „Wir gehen es mit dem Ziel an, dass wir im Sommer 2023 die Einweihung feiern können“, so der Bürgermeister. (Von Sarah Schnieder)

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