Wer parkt, soll zahlen: Großalmerode will ab 2016 Parkgebühren einführen

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Bild mit Symbolcharakter: Im Zuge der Konsolidierung des Haushaltes plant die Stadt Großalmerode, künftig Parkgebühren zu erheben.

Großalmerode. Das Thema Parkgebühren stand jetzt im Fokus des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses von Großalmerode: Die neuen Abgaben sollen ab Januar 2016 eingeführt werden.

Die Mitglieder beschlossen nach intensiver Diskusssion mehrheitlich ihre Empfehlung an das Parlament, ab Januar 2016 Gebühren für 110 innerstädtische Stellplätze zu erheben.

Die Stadt, die ihren Haushalt konsolidieren will und muss, erhofft sich dadurch jährliche Einnahmen in Höhe von 25 000 Euro. Besonders im Blick haben die Politiker dabei den Bereich des zentralen Großparkplatzes zwischen Berliner Straße und Oberer Scheidquelle, der bisher kostenfrei ist. Erfahrungen der Verwaltung hätten ergeben, so Bürgermeister Nickel, dass dieser Parkplatz einerseits täglich zu 75 Prozent ausgelastet sei und andererseits von Fahrzeugführern genutzt werde, die bei ansässigen Firmen, Ärzten und Banken arbeiten. Des Weiteren entfalle nur ein geringer Teil von etwa 30 Prozent in die Kategorie der Kurzzeitparker (30 Prozent).

Für letzteres Klientel soll eine „Brötchentaste“ eingeführt werden, mit der ein 20-minütiges Parken auch weiterhin gebührenfrei bleiben soll. Gebührenpflicht entsteht erst nach einer Nutzung über diesen Zeitraum hinaus, gestaffelt nach Parkzeit. Auch Dauernutzer wie Arbeiter und Anwohner sollen durch günstigere Wochen,- Monats- oder Jahreskarten so gering wie möglich belastet werden.

Die Gebühren sollen werktags von 8 bis 18 Uhr sowie Samstags von 8 bis 14 Uhr erhoben werden und beginnen bei 20 Cent für eine halbe Stunde. Die weitere Staffelung sieht unter anderem Kosten für eine Stunde (50 Cent), zwei Stunden (ein Euro) bis hin 1,50 Euro für vier Stunden vor.

Die Anschaffung des Parkautomaten schlägt mit 5000 Euro zu Buche, sagte Nickel weiter, der davon ausgeht, dass die Stadtverordneten der Empfehlung bei der nächsten Sitzung folgen werden.

Vertrag wird gekündigt

Ebenfalls vor dem Hintergrund der Haushaltskonsolidierung steht die Tatsache, dass die Stadt den Kooperationsvertrag mit der Regionalbahn Kassel kündigen will. Man habe jahrelang zwischen 30 000 und 40 000 Euro für die Kooperation zugeschossen, die Ergebnisse aber unbefriedigend, sagte Nickel. Dies betreffe auch die Datenweitergabe belastbarer Fahrgastzahlen, zumal man den Eindruck habe, dass die Busse größtenteils leer seien. Ziel sei die Kündigung zum Dezember 2015, die 2018 wirksam würde.

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