Petra Voß ist neue Direktorin der Hirschbergschule

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Seit 1994 im Dienst: Schon lange lenkt Petra Voß die Geschicke der Hirschbergschule mit. 

Rommerode. Nachdem sie die Schule schon einige Zeit kommissarisch geführt hatte, ist Petra Voß jetzt auch amtlich die neue Leiterin der Hirschbergschule.

Nerven braucht sie für ihre Arbeit, sagt Petra Voß. Dazu Ruhe, Abgeklärtheit und „man darf nichts persönlich nehmen“. Die Pädagogin wurde kürzlich von Schulamtsleiterin Anita Hofmann zur neuen Leiterin der Hirschbergschule in Rommerode ernannt.

Ein logischer Schritt, denn Petra Voß lenkt schon lange die Geschicke der Förderschule mit. Bereits 2007 wurde sie Konrektorin und leitete die Schule sowohl 2008 als auch in den vergangenen eineinhalb Jahren kommissarisch.

Schon seit 1994 arbeitet die Lehrerin nach ihrem Studium für die Sekundarstufe 1 in Rommerode. Im Herbst 1997 begann sie parallel dazu mit einem Sonderpädagogik-Studium, das sie 2000 abschloss.

Bereits ein Jahr später wurde Petra Voß an der Hirschbergschule Leiterin der Grund- und Mittelstufe. Um die freie Stelle als Schulleiterin habe sie sich auch auf Bitten der Kollegen beworben, berichtet Voß, die heute nur noch wenig selbst unterrichtet. Einen Tag in der Woche ist sie für das Schulamt tätig, zudem nimmt das an die Schule angegliederte Beratungs- und Förderzentrum (BFZ) Zeit in Anspruch. Daher gibt Petra Voß vor allem Vertretungs- und Sportunterricht.

Ziel müsse es sein, den Kindern die Gegebenheiten zu schaffen, unter denen sie lernen können und ihren Platz in der Gesellschaft finden, sagt Voß, die ihre Schule als Teil der Inklusion sieht. Nicht jedes Kind sei dafür geeignet, an allgemeinbildenden Schulen unterrichtet zu werden. „Es gibt Kinder, für die ist das Leben an Gesamtschulen zu belastend“, so die 59-Jährige.

Die Förderschule habe hier den Vorteil, dass die Lehrer jedes Kind kennen und eine enge Elternarbeit stattfindet. Einem Teil ihrer Schützlinge gelingt es so, den Hauptschulabschluss zu absolvieren. Häufig bekomme sie dann Rückmeldungen von Kollegen aus der Berufsschule, dass diese gerne Absolventen der Hirschbergschule nehmen, „weil sie noch Lernmotivation mitbringen“.

Wichtig ist der Lehrerin, dass jedes Kind individuell betrachtet und entschieden wird, wo der Förderbedarf liegt und ob die allgemeinbildende oder doch besser die Förderschule für die Kinder geeignet ist.

Mit der offiziellen Ernennung wurde auch eine lanjährige Lehrerin der Hirschbergschule in den Ruhestand verabschiedet. Eva Zoth war von 1982 an Lehrerin in Rommerode, davor arbeitete sie an der Schule für praktisch Bildbare in Oberrieden. „Frau Zoth zeigte sich als Lehrkraft, die sich durch ein hohes Engagement, musikalische und auch sonstige kreative Fähigkeiten hervortat“, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

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