Wechsel zur Petrus-Kirche in Kassel

Pfarrer Christopher Williamson verlässt Großalmerode

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Die ersten Kisten sind gepackt: Pfarrer Christopher Williamson zieht es künftig an die Petrus-Kirchengemeinde in Kassel-Kirchditmold.

Grossalmerode. Nach fünf Jahren als Pfarrer für Großalmerode-Süd und Rommerode zieht es Christopher Williamson nun an die Petrus-Kirchengemeinde in Kassel-Kirchditmold.

Sein Auftritt beim Großalmeröder Heimatfest 2015 ist legendär. Gemeinsam mit seinem Kollegen Jörn Jakob Klinge gab Pfarrer Christopher Williamson unter großem Jubel die Blues Brothers. Ende April verlässt er nach fünf Jahren seine Gemeinde Großalmerode-Süd und Rommerode.

„Die Menschen zueinander zu bringen“, beschreibt er eines der Kernthemen, die ihn während seiner Zeit in der Tonstadt begleitet haben. Dazu gehörten unter anderem die Fusion der Gemeinden Kernstadt, Epterode und Rommerode. Gemeinsam mit seinem Kollegen Klinge habe er viel Zeit investiert, „dass die Menschen sich sehen und aufeinander zugehen“, so Williamson. Zudem habe er versucht, die Kirche als Mittelpunkt des Ortes mitzugestalten. „Wir wollen mit der Kirche dort sein, wo die Menschen sind“, so Williamson. Dazu gehörte dann auch der Auftritt beim Heimatfest.

Künftig wird Williamson eine halbe Stelle in der Petrus-Kirchengemeinde in Kassel-Kirchditmold besetzen. Er habe sich aus privaten Gründen auf die Stelle beworben, da seine Frau in der Ausbildung zur Fachärztin sei und die Infrastruktur in Kassel bessere Möglichkeiten biete, so Williamson. Zudem sei ein Umzug für seine drei und fünf Jahre alten Söhne einfacher, als wenn sie schon im schulpflichtigen Alter wären.

Auch das Stellenprofil sei sehr attraktiv, so Williamson. In Kassel wird er vor allem mit Konfirmanden arbeiten. „Das war auch hier in Großalmerode mein Steckenpferd“, mit den Jugendlichen habe er viele innovative Projekte wie eine Surf-Freizeit am Edersee eingeführt. Und ein Gitarren-Workshop begeisterte vier junge Gemeindeglieder so für die Kirche, dass sie sich zu Teamern für Freizeiten ausbilden ließen.

In den vergangenen fünf Jahren habe es eine Entwicklung vom zerstrittenen Kirchspiel zur Gemeinde, in der sich viele wohlfühlen, gegeben, berichtet Williamson. „Ich bin darüber glücklich und glaube, das braucht die Stadt.“ Die Gemeinde könne gestärkt und ermutigt in die Zukunft gehen. „Ich kann ausscheren, ohne dass der Zug zuviel Fahrt verliert“, betont der Geistliche dafür sorgten der tolle Förderkreis der Stadtkirche und der Kirchenvorstand.

„Wir sind traurig, dass er geht.“

Letzterer war von der Nachricht seines Weggangs getroffen, habe aber fair reagiert, erinnert sich Williamson. „Er brachte Schwung in die Gemeinde“, lobt Gerhard Gundlach vom Kirchenvorstand den scheidenden Pfarrer. So habe dieser zu einer Konfirmation auch schon mal gerappt. „Wir sind traurig, dass er geht.“

„Ihr schafft das schon“, gibt Williamson seiner Gemeinde mit. „Ihr seid gut und habt alles, um für das einzustehen, was Kirche ist.“

Info: Der Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Christopher Williamson findet am Sonntag, 8. Mai, ab 14 Uhr in der evangelischen Stadtkirche Großalmerode statt.

Wie es mit der Stelle von Pfarrer Christopher Williamson weiter geht, lesen Sie in der gedruckten Samstags-Ausgabe.

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