Andere Nutzung im Gespräch

Ratskeller in Großalmerode weiter ohne Pächter

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Wartet auf einen Pächter: Der Ratskeller steht seit zwei Jahren leer.

Großalmerode. Was soll mit dem Ratskeller in Großalmerode werden, der seit nunmehr zwei Jahren leer steht? Mit dieser Frage werden sich die Großalmeröder Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung am 7. Juni im DGH in Uengsterode beschäftigen.

Anlass dafür ist ein Antrag vom SPD-Stadtverordneten Udo Möller, den Ratskeller – wie Rathaussaal und Dorfgemeinschaftshäuser – für kleinere Gesellschaften, Feierlichkeiten und Tagungen zu vermieten. „Örtlichkeiten, die längere Zeit nicht genutzt werden, verschlechtern sich in der Substanz“, heißt es in der Begründung des Antrags, in dem Möller jedoch betont, dass das Ziel einer Verpachtung erhalten bleiben müsse. Um keine weiteren Kosten zu erzeugen, sollen die Räumlichkeiten zunächst nur mit vorhandenem Mobiliar zur Verfügung gestellt werden.

Die Verwaltung sieht bei der Umsetzung des Antrags gleich mehrere Probleme:

1.Die Vermietung an Bürger  und Verpachtung als Gastronomiebetrieb sei parallel nicht möglich, da die Gaststätte für eine Vermietung umgewidmet werden müsse und dann nicht mehr als solche verpachtet werden könne.

2. Bestuhlung,  Sitzgruppe und Thekenraum sind laut Nickel Eigentum der Radeberger Gruppe, ein Abkauf sei nicht möglich. Entweder müsse also ein neuer Vertrag geschlossen oder anderes Mobiliar für circa 16.000 Euro gekauft werden.

3. Die Schankanlage muss  instand gesetzt werden, es fehlen Spülmaschine und Geschirr und allgemeine Renovierungsarbeiten stehen an. Laut Schätzungen der Verwaltung sind dafür 30.000 Euro anzusetzen. Hinzu kommen 700 Euro monatlich an Personalkosten für Betreuungs- und Reinigungsarbeiten.

4. Die Vermietung des  Ratskellers würde weitere Konkurrenz für Dorfgemeinschaftshäuser und öffentliche Räumlichkeiten bedeuten, die bereits jetzt schon nicht ausgelastet sind. Neben der Konkurrenz zu eigenen, trete man auch in Konkurrenz zu privaten Angeboten und schwäche damit das private Gastgewerbe.

Der Antrag der Verwaltung lautet daher, den Magistrat damit zu beauftragen, ein Konzept für die Nachnutzung der Ratskellerräumlichkeiten zu entwickeln. So könnten dort ein Bürgerbüro mit integrierter -information und ein dauerhaftes Trauzimmer eingerichtet und die Toiletten der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Der Magistrat hat sich in seiner Sitzung am Montag gegen beide Varianten ausgesprochen und empfiehlt, die Gaststätte weiterhin auszuschreiben. (gsk)

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