Reaktion auf Hochwasser: Flutgraben wird ausgehoben

Baufällig: Die Brücke über den Laudenbach soll nicht abgerissen, aber von einer Seite gesperrt werden. Foto: zcc

Laudenbach. In vielen Jahren zugewachsen und verschlammt, soll der etwa 300 Meter lange Flutgraben in Laudenbach ausgehoben werden.

Damit reagiert der Ortsbeirat des Großalmeroder Stadtteils auf das Hochwasser vom 25. Juni, wobei nach heftigen Regenfällen eine örtliche Schreinerei und die Kellerräume der Häuser von sechs Familien überflutet worden waren.

Wie Ortsvorsteher Horst Küllmer nach der jüngsten Ortsbeiratssitzung bekannt gab, sollen voraussichtlich noch im Oktober die städtischen Bagger anrollen, um den Graben wieder frei zu machen, damit er in dem am Westhang des Meißners gelegenen Dorf die oft großen Wassermassen vom Himmel aufnehmen und in die Kanalisation leiten kann. Nicht nur Bewuchs und Verschmutzung des Flutgrabens seien ursächlich für das Hochwasser gewesen, sondern auch die Tatsache, dass bei der Aufteilung der Grundstücke die Wegesränder nicht mehr abgeflacht worden seien, meinte Küllmer. Falls ein Ausheben des Flutgrabens - auch als Feuergraben bekannt, weil die Feuerwehr einst im Brandfall dort Löschwasser schöpfte -, nicht ausreiche, „wird’s teuer“, meinte der Ortsvorsteher. Dann sei wohl ein Kanal mit größerem Durchmesser erforderlich.

Küllmer teilte ferner mit, der Ortsbeirat habe sich gegen einen Abriss der baufälligen Brücke über den Laudenbach zwischen dem gleichnamigen Ort und Uengsterode ausgesprochen. Allerdings solle die Brücke von der Landesstraße 3238 kommend gesperrt werden, so dass die Eggert-Mühle nur von der anderen Seite über den Mühlenweg erreichbar sei.

Schließlich berichtete Küllmer von einer neuen kleinen Orgel für die Friedhofskapelle. Das Instrument, das einem Privatmann in Wildeck-Obersuhl gehörte, sei bei einem Neupreis von 8000 Euro für nur 3500 Euro von der Stadt angeschafft worden. Die „günstige und völlig intakte“ Orgel sei erst seit wenigen Tagen in Betrieb und ersetze das altersschwache Harmonium.

Im Ortsbeirat von Laudenbach, der üblicherweise fünf Mitglieder hat, sitzen drei Vertreter von SPD und nur einer der CDU, nachdem das zweite CDU-Mandat nach dem Umzug eines Abgeordneten nach Großalmerode vakant ist, weil die Liste ausgeschöpft ist.

SPD-Mann Horst Küllmer ist seit zehn Jahren Ortsvorsteher.

von Chris Cortis

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