Ortsbeirat sorgt sich um Standfestigkeit

Stützmauer an Lindenstraße in Uengsterode droht zu kippen

+
Die Stützmauer unterhalb der Lindenstraße ist nicht ausreichend gegründet und gibt dem Druck der Straße nach.

Die mangelnde Standfestigkeit der Stützmauer an der Lindenstraße in Uengsterode bereitet den Mitgliedern im Ortsbeirat des Großalmeröder Stadtteils Sorge.

Das etwa 35 Meter lange und teilweise über zwei Meter hohe Bauwerk aus Beton aus der Zeit, als die Gemeinde noch selbstständig war, hält dem Druck der Straße schon seit Langem nicht mehr Stand.

Die Mauer, an ihrer Krone etwa einen halben Meter stark, neigt sich wegen der unzureichenden Gründung Millimeter um Millimeter talwärts; unterhalb des Hangs beginnt die Bebauung. In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Ortsbeirat erneut mit der bedrohlichen Situation. Diskutiert wurde als letzte Konsequenz zur Rettung der Mauer sogar der Rückbau der Straße, wie Ortsvorsteher Uwe Range berichtete.

Ein Gutachter hatte bereits 2008 die unzureichende Standfestigkeit der Mauer attestiert, die Sanierung wurde mit 300.000 Euro veranschlagt. Doch weder die Stadt noch die beitragspflichtigen Anlieger wollten für die Kosten aufkommen, sodass bautechnisch alles beim Alten blieb. Um den verkehrsbedingten Druck auf die Mauer zu reduzieren, hatte die Stadt Blumenkübel aufgestellt. Zudem wurde das zulässige Gesamtgewicht auf Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen beschränkt. Nachdem ein Statiker im Herbst 2019 die Mauer erneut inspizierte und von Einsturzgefahr sprach, hat der Ortsbeirat die Stadt jetzt aufgefordert, geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Auf Nachfrage teilte Bürgermeister Finn Thomsen mit, dass seiner Einschätzung nach die Kosten für eine Sanierung inzwischen auf einen mittleren sechsstelligen Betrag angewachsen seien. „Eine beitragspflichtige Sanierung wird wenig Gegenliebe finden“, war sich Thomsen sicher. Um den verkehrsbedingten Druck auf die Mauer weiter zu verringern, sprach sich der Rathauschef für eine Sperrung der Fahrbahnhälfte auf Höhe des einsturzgefährdeten Bereichs aus. Damit wäre auch das Parken zwischen den Blumenkübeln nicht mehr möglich. Sollte die Fahrbahnreduzierung zu Problemen im Durchgangsverkehr führen, sei für den Bereich auch eine Einbahnstraßenregelung denkbar, so Thomsen.

Zudem soll das Ordnungsamt prüfen, ob die zulässige Tonnage weiter reduziert werden kann. Eine Informationsveranstaltung ist geplant, um mit den Bürgern über den Maßnahmenkatalog zu sprechen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.