Sie hilft für ein Danke

Tag der Freiwilligen: Sophie Fischer setzt sich beim DRK Großalmerode ein

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Ehrenamtlich engagiert: Sophie Fischer aus Großalmerode ist beim Deutschen Roten Kreuz tätig – und zwar neben ihrem 40-Stunden-Job im Krankenhaus. 

Heute ist Tag der Anerkennung von Freiwilligen. Wir stellen eine junge Frau aus Großalmerode vor, die nach einer 40-Stunden-Woche noch Energie hat, um sich für andere Menschen einzusetzen.

Der Alltag von Sophie Fischer ist kein Zuckerschlecken. Frühschicht, Spätschicht, Nachtschicht – die 19-Jährige aus Großalmerode ist Gesundheits- und Krankenpflegeschülerin im zweiten Ausbildungsjahr am Klinikum und im Elisabeth- Krankenhaus in Kassel. Aber anstatt sich abends aufs Sofa zu legen und fernzusehen, legt Fischer nach Feierabend erst richtig los. Sie ist nämlich neben ihrem Job ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz als Sanitäterin tätig.

„Es sind nicht nur die spannenden Einsätze, die mich hier halten. Wir sind unter den Kameraden so etwas wie eine kleine Familie. Und das ist schön“, sagt die Freiwillige. Vor zehn Jahren hat sie bei der Bergwacht Jugend angefangen. Seit 2017 ist sie Teil der ehrenamtlichen Helfer des DRK. Stabile Seitenlage, Infusionen, Wunden behandeln – all das muss Fischer sowohl in ihrem beruflichen Alltag als auch im Ehrenamt beherrschen. „Das ist super. Wenn ich mal eine Frage zu einem bestimmten Thema aus meiner Ausbildung habe, kann ich beim DRK nachhaken und wir vertiefen das Ganze bei unseren Treffen.“

Fischer ist durchaus bewusst, dass viele Mädchen in ihrem Alter ganz anders ticken und eine ehrenamtliche Tätigkeit vermutlich sogar belächeln. „Manche von ihnen finde ich dann betrunken beim Open Flair“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Und dann werde sie mit Dankeschöns überhäuft. „Ich mache das Ganze auch eigentlich nur für ein Danke. Das reicht mir als Honorar.“

Die Winterrettung auf dem Meißner, das Open Flair in Eschwege, der Bilsteinmarathon, Osterfeuer – überall ist Fischer mit ihrem Team vor Ort. Dass ihre Freizeit dafür drauf geht, macht ihr gar nichts aus. „Nur nachts aus dem Schlaf gerissen zu werden, das fällt mir noch immer etwas schwer“, sagt sie. Und trotzdem: Menschen das Gefühl zu geben, dass jemand für sie da ist, motiviert Fischer jeden Tag aufs Neue.

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