Großalmeröder sollen im November Gremium wählen

Tonstadt erhält Seniorenrat

Sollen mehr gehört werden: Die rund 2000 Einwohner Großalmerodes, die 60 Jahre und älter sind, erhalten voraussichtlich noch vor Ende des Jahres einen Seniorenrat.  
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Sollen mehr gehört werden: Die rund 2000 Einwohner Großalmerodes, die 60 Jahre und älter sind, erhalten voraussichtlich noch vor Ende des Jahres einen Seniorenrat. Symbol

Alle rund 2000 Einwohner Großalmerodes, die das 60. Lebensjahr erreicht haben, können sich künftig über mehr Mitbestimmung freuen: Die Stadtverordneten haben bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Großalmeröder Rathaussaal die Einrichtung eines Seniorenbeirats beschlossen.

Großalmerode - Nachdem der Haupt- und Finanzausschuss mit neun Stimmen zugestimmt hatte, fiel das Ergebnis der Stadtverordneten mit 20 Ja-Stimmen und einer Enthaltung ebenfalls recht eindeutig aus.

Das Konzept dafür sieht wie folgt aus:

Der Seniorenbeirat soll zu wichtigen Fragen von Stadtverordnetenversammlung und Magistrat gehört werden und kann auch Vorschläge schriftlich beim Magistrat einreichen. Das beratende Gremium soll sich aus neun Personen zusammensetzen. Die Amtszeit beträgt wie bei Familienbeirat und Jugendparlament zwei Jahre.

Um so wenig Kosten wie möglich zu verursachen und auch teilweise in ihrer Mobilität eingeschränkten Senioren die Wahl ebenfalls zu ermöglichen, soll keine Direktwahl, sondern ein öffentlicher Aufruf erfolgen, damit sich Bürger zur Wahl stellen. Neben Vorschlägen aus der Bevölkerung können Vereine, Verbände und Ortsvorsteher Personen vorschlagen.

Aus den Bewerbern wählen die Stadtverordneten dann die neun Vertreter, alle restlichen sollen als mögliche Nachrücker geführt werden, deren Reihenfolge ebenfalls durch die Stadtverordneten festgelegt wird.

Die durch die Stadtverordneten gewählten Senioren des Beirats bestimmen aus ihren Reihen einen Vorsitzenden, einen Stellvertreter, einen Schriftführer und dessen Stellvertreter.

An ihren Sitzungen, die mindestens einmal im Jahr stattfinden sollen, sollen zudem der Bürgermeister, sein Vertreter und der Stadtverordnetenvorsteher oder dessen Vertreter teilnehmen. Als voraussichtlicher Wahltermin der Seniorenvertreter ist in dem beschlossenen Konzept der 5. November vorgesehen.

Harmonisch wurden auch die anderen Tagesordnungspunkte abgehandelt, die allesamt einstimmig ausfielen: Die Feuerwehrsatzung wurde unter anderem wegen der Gründung der Bereichsfeuerwehr Trubenhausen/Weißenbach angepasst und die Hauptsatzung dahingehend geändert, dass der aktuell nicht erscheinende Marktspiegel als Bekanntmachungsorgan durch den Extratipp und eine zusätzliche Veröffentlichung auf der Homepage der Stadt ersetzt wird.

Zudem wurde das Investitionsprogramm für die nächsten vier Jahre an den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen und der Controllingbericht für das zweite Quartal des Jahres zur Kenntnis genommen. Wegen coronabedingter Kurzarbeit und Entlassungen rechnet die Stadtverwaltung mit 530 000 Euro weniger Steuereinnahmen.

Einziger Wermutstropfen: Von den 31 Stadtverordneten waren nur 21 anwesend, wobei er „im Leben keine zehn Abmeldungen“ erhalten habe, sagte Stadtverordnetenvorsteher Frank Anacker und appellierte an die Vorsitzenden, dies innerhalb der Fraktionen anzusprechen. (Gudrun Skupio)

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