Überraschung per Schlepper

In Großalmerode beschenkte der Nikolaus 400 Kinder

Der neunjährige Lucien war der Erste, der sich seine Überraschungstüte abholte.
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Der neunjährige Lucien war der Erste, der sich seine Überraschungstüte abholte.

An Nikolaus wurden in vielen Orten kreative Alternativen gefunden, wie der Tag trotz Pandemie etwas besonders für die Kinder wurde. Auch in Großalmerode fand man eine Lösung.

Großalmerode – „Können die Kinder nicht zum Nikolaus kommen, dann kommt er eben zu ihnen“, dachte sich Familie Sachse aus Großalmerode und verteilte am Sonntag bei der Fahrt mit dem Nikolaus durch die Tonstadt 400 Überraschungstüten an Kinder, die am Straßenrand gewartet hatten.

Dass man in Corona-Zeiten flexibel sein muss, haben Edith und Klaus Sachse und ihre erwachsenen Kinder Kerstin und Daniel am Nikolaustag bewiesen. Die Familie betreibt seit vier Jahren das Gasthaus „Zum Kurfürst“ an der Berliner Straße und lud regelmäßig zum Nikolaustreff ein, stets mit einer Überraschung für die Kinder. Da Corona das in diesem Jahr nicht zuließ, suchten sie nach einer Alternative. So reifte der Gedanke, mit dem Schlepper durch die Stadt zu fahren, in der Schaufel der Nikolaus vornweg und auf dem Zweiachsanhänger die Nikolaustüten zum Verteilen.

Eine Anfrage bei der Stadtverwaltung hatte ergeben, dass etwa 400 Kinder im Alter bis 14 Jahren in der Kernstadt wohnen, womit die Aktion zur Herausforderung wurde. Die Idee fand unter den Großalmeröder Gewerbetreibenden und Einrichtungen großen Anklang, 45 von ihnen beteiligten sich mit einer Spende. So hatte Familie Sachse bis zum Nikolaustag alle Hände voll zu tun, um die Süßigkeiten auf die vielen Tüten zu verteilen. Das Gespann mit Sohn Daniel am Steuer des Schleppers war um 15 Uhr vor dem Haus Sachse in der Gerichtsstraße mit weihnachtlichen Liedern aus dem Lautsprecher auf die etwa zehn Kilometer lange Runde durch die Tonstadt gestartet. Der Rest der Familie hatte die Plätze auf dem Anhänger mit 1,5 Meter langen Besenstilen eingenommen, um die Tüten gemäß der Corona-Auflagen mit Abstand am Haken hängend verteilen zu können.

Der Zuspruch unter den Kindern war groß. Viele warteten auf den fahrenden Nikolaus, der zur Sicherheit von zwei Feuerwehrfahrzeugen begleitet wurde. Unterstützt wurde die Aktion von 46 heimischen Firmen und Einzelhändlern. (zlr)

Diese Firmen haben gespendet

Allianz Kühn und Kühn, Autohaus Battefeld, Autohaus Bloß, Azurit Seniorenzentrum, Bäckerei Hobein, Bäckerei Thiele, Brennholzhandel Sachse, Bus Friedrich, Edeka-Markt Engelmohr, Evangelische Kirche, Euro Döner, Firma August Gundlach, Firma Hofsommer, Firma Marbach, Firma Justus Günther, Fleischerei Dressler, Gaststätte „Zum Kurfürst“, Gesundheitszentrum Gelstertal, Glaserei Casselmann, Glaserei Lamping, HH Gerüstbau, Hotel „Zur Krone“, Kirchrain Apotheke, LVM-Versicherung Neumeier, Mecklenburgische Versicherung Bernhardt, Minicar Heer, Mode am Rathaus, Netcom-Systems, Netto-Markt, Phönix Golombek, Physiotherapie Gamradt, Physiotherapie Harms, Pizzeria Bassano, Reisevertrieb Bachmann, Restaurant Pempel, Salon Kaiser, Salon Marias Hairstyle, Salon Saalfeld, Stadtwerke Großalmerode, Stahlbau Faßhauer, Steuerberatung Faßhauer und Partner, Taxi Koch, Tischlerei Möller, Videothek Reiß sowie Wollenhaupt Uhren und Schmuck. (zlr)

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