Windkraft spaltet SPD

Uengsteröder Sozialdemokraten wollen Windräder

Sorgte für viele Diskussionen: Unbekannte Täter hatten Anfang November einen 120 Meter hohen Windmessmast auf dem Mühlenstein bei Großalmerode zu Fall gebracht. Einen Täter konnte die Polizei bis heute nicht ausfindig machen. Archivfoto: Schumann

Uengsterode / Großalmerode. Wie unterschiedlich die Meinungen zur Windkraft sogar innerhalb einer Partei seien können, hat die SPD nun gezeigt. Die Sozialdemokraten aus Großalmerode sind dagegen, die Uengsteröder dafür.

Während der Ortsverein in Großalmerode sogar eine Resolution gegen Windkraft im Kaufunger Wald vorgelegt hat, geht man in Uengsterode den entgegengesetzten Weg: Der SPD-Ortsverein Uengsterode hat nämlich eine Resolution verabschiedet, in der er sich für die Nutzung regenerativer Energien vor Ort ausspricht.

„Wir wollen umweltfreundlichen Strom und Wärme gewonnen aus Sonne, Wind, Wasser und Solarthermie,“ brachten es die Genossen aus Uengsterode auf den Punkt. Dazu gehöre auch eine möglichst regionale Erzeugung, denn große Stromautobahnen gelte es zu verhindern. „Wir wollen keine gesundheitsschädlichen Höchstspannungsleitungen, die über unsere Dörfer hinwegführen,“ sagte Vorstandsmitglied Nicole Demmer. Das sei aber die unausweichliche Konsequenz, wenn die Errichtung neuer Anlagen vor Ort behindert würde. „Das müssen diejenigen, die hier in Großalmerode den Kampf gegen die Windräder anführen, den Menschen ehrlicherweise auch sagen.“

Mehr Sachlichkeit gefordert 

Die Mitglieder riefen zu mehr Sachlichkeit in der Diskussion auf. Es könne doch nicht sein, dass das Klima in der Stadt derart aufgeheizt werde, dass es sogar zu Sachbeschädigungen an Windmessstellen komme. „Alle Beteiligten sollten zu anständigen und respektvollen Gesprächen zurückfinden, in denen vor allem die Windkraftgegner klare Alternativen zu den Windrädern benennen,“ sagt der Uengsteröder Ortsverein. „Atomstrom und Höchstspannungsleitungen durch unsere Dörfer dürfen dabei aber keine Alternative sein.“ (alh)

Lesen Sie auch:

- Energiekonzern HSE will zehn Windräder im Kaufunger Wald bauen

- Windkraft im Werra-Meißner-Kreis: Die 21 Vorrangflächen stehen fest

- Meilenstein für Windkraft

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.