Valentin-Traudt-Schüler kreieren Verpackungskonzepte

Präsentierten ihre Produkte: Tillmann Steinbock (von links) und Sebastian Leu haben sich für eine rechteckige Reis-Packung entschieden, während Konstantin Lück, Michel Vogel, Hannah Petri, Jan-Kevin Zinel, Hanna Hirsekorn und Josef Korschan Pyramidenboxen entwickelt haben. Foto: Huck

An der Valentin-Traudt-Schule bedeutet Mathematikunterricht mehr als nur das trockene Pauken von Formeln und Sätzen und deren theoretische Anwendung.

Großalmerode. Dort lernen die Schüler, dass ohne Mathe vieles nicht geht und setzen den Unterrichtsstoff in spannenden und fächerübergreifenden Projekten um. Mathematiklehrer Manuel Coote stellte den Zehntklässlern des Gymnasialzweiges jetzt eine besondere Aufgabe, die sie im Unterricht lösen und dann vor Publikum präsentieren durften: die Entwicklung einer Verpackung für Reis.

Schulleiter Jörg Möller, der Landtagsabgeordnete Dirk Landau sowie viele Mitschüler waren dabei, als die Schüler in Kleingruppen eine von ihnen designte Verpackung in einer Verkaufspräsentation vorstellte. Die mathematische Arbeit, - das Berechnen von Volumen und Oberfläche, die Berücksichtigung von Klebekanten und das Herausfinden der idealen Maße, um beim Druck möglichst wenig Verschnitt zu haben - gestaltete sich für die Zehntklässler interessant und spannend. Auch die Fragen „Welche Zielgruppe soll das Produkt ansprechen?“, „Wie kann für das Produkt geworben werden?“ und „Welches Design ist ansprechend und gleichzeitig wirtschaftlich?“ gehörten zum Projekt, genauso wie die Fragen nach Transportwegen, Druck- und Vertriebskosten und welcher Mehrwertsteuersatz in verschiedenen Ländern zu berücksichtigen ist. Für die Schüler bedeutete das umfangreiche Recherche im Internet und bei Betrieben vor Ort. So musste etwa in einer Druckerei geklärt werden, wie viele Einzelverpackungen auf einen Stanzbogen passen und welche Kosten die Herstellung der Verpackung verursacht.

Verpackung für Discounter

Tillmann Steinbock und Sebastian Leu hatten sich für eine Verpackung entschieden, die vor allem Discounterkunden ansprechen soll. Die rechteckige Form hatten sie eher klassisch gewählt, sich aber viele Gedanken über die Benutzerfreundlichkeit gemacht. Welche Maße führen dazu, dass das Produkt besonders gut in der Hand liegt, und mit welchem System kann sie möglichst praktisch wieder verschlossen werden? Die Überlegungen gingen dabei weit über den Umfang des Mathe-Unterrichts hinaus.

Jan-Kevin Zindel, Hanna Hirsekorn und Josef Korschan hingegen wollten eine ausgefallene Verpackung, die zwar etwas teurer ist, aber dafür vor allem durch ihr buntes Design Kinder und deren Eltern anspricht. Als Werbestrategie hatten sie sich überlegt, von jedem verkauften Produkt einen Teilbetrag an die Pandahilfe zu spenden und so weitere Kunden zu gewinnen. Sie legten Wert auf Umweltbewusstsein in der Herstellung und wählten eine pyramidenförmige Verpackung, die aus vier einzelnen Teilen besteht, die das Portionieren des Reis vereinfachen.

Für die Schüler sei es wichtig auch zu sehen, wo und wie ihr erworbenes Wissen im späteren Leben zur Anwendung kommen kann und dass vieles ohne die Anwendung der Mathematik gar nicht möglich sei, so Lehrer Coote. Für das Entwickeln einer Verpackung reicht es nämlich nicht, kreativ zu sein. (zwh)

Hintergrund:

Jan-Kevin Zindel, Hanna Hirsekorn und Josef Korschan hingegen wollten eine ausgefallene Verpackung, die zwar etwas teurer ist, aber dafür vor allem durch ihr Design anspricht. Sie legten Wert auf Umweltbewusstsein und wählten eine pyramidenförmige Verpackung, die aus vier einzelnen Teilen besteht, die das Portionieren des Reis deutlich vereinfachen. (zwh)

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