Forschung der Uni Kassel

Valentin-Traudt-Schüler nahmen an Matheprojekt teil

Haben beim Forschungsprojekt „LIMIT“ der Universität Kassel mitgemacht: Bennett Arnold (von links), Robert Arzer, Lea Marie Kaleta und Mia Dippel der Klasse 7d. Fotos: Thöne / Uni Kassel

Großalmerode. Zwei siebte Klassen der Valentin-Traudt-Schule Großalmerode nahmen jetzt an einem Mathematik-Forschungsprojekt der Uni Kassel teil.

Vier Wochen standen sie unter der Beobachtung von Kameras, hatten andere Lehrer, mussten Tests schreiben und Bewertungen abgeben. Im vergangenen Halbjahr lief der Matheunterricht in den Klassen 7a und 7d der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode mal ganz anders ab.

Das Projekt 

Manuel Coote

Die Schüler nahmen an einem Forschungsprojekt der Uni Kassel teil, das Lernen nachhaltiger und effizienter gestalten möchte. „Im Unterricht und in den Büchern werden Themen oft noch blockweise behandelt“, erklärt Manuel Coote, Stufenleiter der Jahrgänge 7 und 8 und pädagogischer Mitarbeiter der Uni Kassel. Das bedeutet: Über eine oder mehrere Schulstunden hinweg, beschäftigen sie sich ausschließlich mit einem Thema, zum Beispiel mit Addieren. Erst wird erklärt, dann geübt.

Einige Schüler der Klassen 7a und 7d haben jetzt eine andere Herangehensweise ausprobiert - das verschachtelte Lernen. Coote: „Im Unterricht werden zügig gleich mehrere Themen, zum Beispiel alle Grundrechenarten durchgenommen.“ Danach stehen Übungen an, bei denen die Schüler die Inhalte selbstständig vertiefen. Die beiden Klassen haben sich mit Dreisatzzuordnungen beschäftigt.

Der Unterricht 

Die Uni Kassel erforscht das Konzept seit 2015 mit dem Projekt „LIMIT“ (verschachteltes Lernen im Mathematikunterricht). Zwei Lehrer, die an der Uni arbeiten, unterrichteten die Schüler. Eine Klasse beschäftigte sich mit dem verschachtelten Lernen, die andere mit dem alten Konzept. Die Schüler mussten jeden Tag ein Arbeitsheft ausfüllen. Insgesamt fünf Tests wurden geschrieben. Am Ende des Projekts werden die Ergebnisse verglichen. Noten gibt es nicht.

Die Meinungen 

Das Lernen sei bei dieser Art des Unterrichts schwerer, aber auch erfolgreicher, ist Manuel Coote überzeugt. Wissen solle nicht nur kurzfristig eingetrichtert, in Prüfungen wiedergegeben und anschließend vergessen werden.

Coote weiß aber auch: „Erfolgserlebnisse stellen sich nicht ganz so schnell ein.“ Das ist auch einigen Schülern aufgefallen, die bei dem Forschungsprojekt dabei waren. „Der Matheunterricht war anstrengender. Alles wurde ziemlich schnell erklärt und wir kamen oft nicht mit“, sagt Bennett Arnold (13). Er geht in die Klasse 7 d.

Die Schüler müssten sich erst mal an diesen neuen Unterricht gewöhnen, fügt Manuel Coote hinzu. Deshalb sei es wichtig, dass man mit Fingerspitzengefühl an das Thema herangehe und am Anfang eine ausgewogene Mischung hinbekomme.

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