Valentin-Traudt-Schule: Jahrgänge 5 und 6 bald nicht mehr Förderstufe

Wichtige Änderung: Ab dem kommenden Schuljahr werden Eltern ihre Kinder nach einer Beratung durch die Grundschule in der gymnasialen Eingangsstufe oder der Förderstufe der VTS anmelden können. Foto: Thöne

Großalmerode. An der Valentin-Traudt-Schule (VTS) in Großalmerode wird es im kommenden Schuljahr eine wichtige Änderung geben: Die Jahrgänge 5 und 6 sind nicht mehr als Förderstufe organisiert.

Eltern werden ihre Kinder dann nach einer Beratung durch die Grundschule in der gymnasialen Eingangsstufe oder der Förderstufe der Schule anmelden können.

„Derzeit bieten wir noch eine klassische Förderstufe an“, sagt Schulleiter Jörg Möller. Das bedeutet, es gibt noch eine gemeinsame Schulzeit für alle Schüler der Jahrgänge 5 und 6. Erst in der siebten Klasse fällt die Entscheidung über die weitere Schullaufbahn. Im kommenden Schuljahr wird schon ab der Klasse 5 in einen integrierten Haupt- und Realzweig und in einen Gymnasialzweig eingeteilt.

„Um mit Kindern individueller arbeiten zu können, sind homogene Lerngruppen sinnvoller“, erklärt Christoph Matt, stellvertretender Schulleiter der VTS. Zu viel Heterogenität sei nicht händelbar. Und es habe auch Kritik von seiten der Eltern gegeben, fügt Möller hinzu. „Viele Eltern möchten schon ab der Klasse 5 die Klarheit haben, in welcher Schulform ihr Kind unterrichtet wird“, so Möller. In Zukunft werde man besondere Profilangebote für die Schüler beider Stufen anbieten. Möller: „Damit möchten wir speziellen Neigungen gerecht werden.“

Schüler der Förderstufe können dann zum Beispiel einen sportlichen Schwerpunkt wählen und in einer Neigungsklasse den Sportunterricht mit sieben Wochenstunden (anstatt drei) belegen. „Und wir möchten auch die Förderung im Hinblick auf die Fremdsprachen ausbauen“, sagt Möller. Für Gymnasialschüler werde es deshalb einen zusätzlichen einstündigen Gesellschaftslehre-Unterricht in englischer Sprache geben. Zudem können die Schüler in einem naturwissenschaftlichen Kurs „Naturphänomene“ forschend arbeiten. „Hier können Themen noch intensiver bearbeitet werden“, so Möller.

Auch wenn sich einiges ändere, wolle man weiterhin am Konzept der Schule festhalten, die Schüler zu fordern und zu fördern. „Wir wollen natürlich allen Schülern gerecht werden und auch an Bewährtem festhalten“, betont Möller. Das bestehende Förderangebot in beiden Stufen bleibe erhalten. Zudem werde auch der Fokus auf dem selbstorganisiertem Lernen (Stichwort SOL) gelegt. Auch werde es weiterhin Bausteine wie musisch-künstlerische-Bildung geben. Bei diesem können Schüler zwei Angebote im Halbjahr wöchentlich aus einem vielfältigen kreativen Angebot wählen.

Info:  Am Donnerstag, 3. Dezember, gibt es ab 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im Förderstufenbereich der VTS, Baumhofstr. 21.

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