Schüler der Valentin-Traudt-Schule ärgern sich über Fahrplanwechsel

Viele problematische Busverbindungen zur Gesamtschule in Großalmerode

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Nicht nur sie ärgern sich: In vielen Orten, aus denen Schüler zur Valentin-Traudt-Schule nach Großalmerode fahren müssen, herrscht Frust über die Probleme mit den Busverbindungen. Unser Bild entstand in Uengsterode, vor allem allem die Verbindung zur zweiten Stunde schlecht funktioniert.

Großalmerode. Viele Schüler der Valentin-Traudt-Schule (VTS) in Großalmerode haben seit dem Fahrplanwechsel im Dezember Probleme mit den Busverbindungen.

Vize-Schulleiter Christoph Matt schildert die Situation:

Wie ist die Valentin-Traudt-Schule über die Fahrplanänderungen informiert worden?

Christoph Matt

Christoph Matt: Die Valentin-Traudt-Schule ist im Spätsommer 2015 vom Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) schriftlich über den Fahrplanwechsel informiert worden - mit dem Hinweis versendet, Auffälligkeiten zu melden. Weitere Informationen sind von uns stets zeitnah an alle „Fahrschüler“ und deren Eltern weitergeleitet worden. So werden stets auch tagesaktuelle Änderungen und Schwierigkeiten umgehend schriftlich oder mündlich an die Betroffenen weitergeleitet.

Ein Zusammensetzen des NVV mit den beteiligten Schulen bezüglich der Veränderungen und nicht ein schriftliches Informieren wäre hier im Vorfeld sicherlich förderlicher gewesen.

Die Uengsteröder Schüler kommen aktuell oft zu spät zum Unterricht, weil die Busse Verspätung haben. Welche Folgen hat das?

Matt: Für die betroffenen Schüler hat dies zur Konsequenz, dass versäumte Unterrichtsinhalte - häufig sind dies jedoch nur wenige Minuten - von ihnen nachgearbeitet werden müssen.

Kann die Schule auf den NVV einwirken, damit die Fahrpläne überarbeitet werden?

Matt: Die VTS ist in sehr konstruktiven Verhandlungen mit dem NVV. So hat unsere Schule auf Grundlage von Eltern- und Schülerinformationen eine „Mängelliste“ erstellt, die dem NVV vor zehn Tagen übermittelt wurde. Zudem fanden fast täglich Gespräche mit dem NVV, dem NWM und dem beauftragten Busunternehmen Froelich statt, in dem auf aktuelle Missstände aufmerksam gemacht wurde. Der NVV zeigt sich hier gesprächsbereit, sodass zu erwarten ist, dass einige notwendige Überarbeitungen des Fahrplans zeitnah realisiert werden können.

Aus welchen Orten gab es Beschwerden?

Matt: Es sind neben Uengsterode Beschwerden laut geworden aus Hausen, Laudenbach, Velmeden und Rommerode, der Roßbach-/Dohrenbach-/Kleinalmerode-/Ellingerode-Gemarkung und aus Richtung Helsa. Alle Schwierigkeiten sind weitergeleitet worden.

Welche Folgen hat es, dass einige Busse nicht mehr direkt an der Schule halten, sondern an der Baumhofstraße?

Matt: Sämtliche Verbindungen der Linie 210 fahren nach dem Unterrichtsschluss in Richtung Helsa nicht mehr die Haltestelle Gesamtschule an, sondern nur die Haltestelle Baumhofstraße. Diese Haltestelle ist fußläufig 350 Meter entfernt. Bis zur endgültigen Klärung dieser Anschlüsse hat die VTS auch an dieser Haltestelle eine Busaufsicht eingerichtet.

Deutlich ist hier, dass nach mehrmaligen Anfragen keine Änderung aufgrund der engen Taktzeiten möglich sind. Derzeit wird von uns mit Lehrern, Eltern und Schülern eruiert, inwieweit weitere Hilfen, etwa durch Schülerlotsen, Fahrbahnmarkierungen und Fragen der Verkehrserziehung etabliert werden sollten.

Bei der Baumhofstraße handelt es sich um eine Seitenstraße mit in der Regel wenig Verkehrsaufkommen, so dass die Schüler bei einem altersgemäßen Verkehrsverhalten keinen Gefahren ausgesetzt sind.

Wo können Schüler in der Schule warten, wenn sie zur 1. Stunde kommen, aber ihr Unterricht erst später beginnt?

Matt: Ab 7.30 Uhr ist unsere Schulbibliothek geöffnet, in der 30 Schüler die Möglichkeit haben, zu lesen, sich auf den Unterricht vorzubereiten oder einfach zu „chillen“. Dieses Angebot wird schon seit Jahren genutzt, die Anzahl der Teilnehmer ist in den letzten etwas Wochen gestiegen. Derzeit nutzen dieses Angebot regelmäßig bis zu zehn Kinder.

Um das „Betreuungsangebot“ für unsere Schüler zu erhöhen, wurde die Öffnungszeit unserer „Spieliothek“ erweitert. Hier können die Schüler jeden Tag ab 7.45 Uhr spielen, Spiele und Sportgeräte ausleihen oder eine Runde Billard spielen. In der Spieliothek sind gute Kapazitäten für 50 Schüler, sodass alle Betroffenen die Möglichkeit einer Betreuung haben. Diese Möglichkeit nutzen derzeit fünf Kinder regelmäßig.

Zur Person

Christoph Matt ist stellvertretender Schulleiter der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode. Seit Beginn des neuen Schulhalbjahres Anfang Februar leitet er die Schule kommissarisch, nachdem der frühere Schulleiter Dr. Jörg Möller an die Rhenanus-Schule nach Bad Sooden-Allendorf gewechselt ist. Matt unterrichtet Sport und Religion.

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