Einsatzstärke wieder gegeben

Vier Neue für Uengsterodes Feuerwehr

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Volles Haus in Uengsterode: Zahlreiche Bewohner des Großalmeröder Stadtteils waren gekommen, um über die Persona lprobleme der Einsatzabteilung zu sprechen.   

Uengsterode – Zum Erhalt der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr im Großalmeröder Stadtteil Uengsterode gibt es neue Hoffnung: vier junge Männer erklärten sich im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Freitag bereit, in der Wehr aktiv zu werden.

Auch wenn sich Bürgermeister Finn Thomsen, Stadtbrandinspektor Dirk Junker und sein Stellvertreter Marcel Dann sowie Ortsvorsteher Uwe Range mehr Resonanz vor allem unter den jüngeren Erwachsenen auf ihre schriftliche Einladung erhofft hatten, der Versammlungsraum im Dorfgemeinschaftshaus war proppenvoll. „Die Lage ist ernst“, ließ Thomsen eingangs keinen Zweifel daran, dass sich nach zwei Jahren ohne Wehrführung und einem Mitgliederschwund in der Einsatzabteilung auf 16 die Frage stelle, ob die aktive Wehr überhaupt noch länger bestehen kann. Doch Druck zu machen und eine Wehrführung zu bestimmen, sei nach seinem Verständnis nicht mit dem Prinzip der Freiwilligen Feuerwehr vereinbar, auch wenn allein die Hoffnung auf eine Lösung der Krise nicht länger akzeptiert werden könne.

Range, zugleich Vorsitzender des 160 Mitglieder zählenden Feuerwehrvereins, ergänzte: „Wenn Menschenleben zu beklagen sind, möchte ich die Stimmung im Ort nicht erleben. Zehn Minuten können sehr lang sein“ ging er auf die Hilfsfrist ein, in der die Nachbarwehr aus Laudenbach anrücken könne. „Doch keiner kennt die lokalen Bedingungen vor Ort so gut wie die eigenen Einsatzkräfte“, mahnte Range. „Kein Standort soll geschlossen werden“ gab auch Junker die Hoffnung nicht auf, dass nach intensiver Diskussion mit den Uengsteröder Brandschützern, dem gescheiterten Versuch einer Bereichsfeuerwehr mit Laudenbach und einer erneuten Beratung vor Wochen jetzt im vierten Anlauf das Blatt sich doch noch wenden lasse.

„Gibt es jemanden, der noch nicht Mitglied der Einsatzabteilung ist, es aber werden möchte“, stellte Thomsen dann die kategorische Frage in die Runde und hatte Erfolg: Nach und nach erklärten sich die vier junge Männer, die bereits aus ihrer Zeit in der örtlichen Jugendfeuerwehr mit den Grundlagen des Brandschutzes vertraut sind, für den aktiven Dienst bereit. Stehen sie zu ihrem Wort, dann hätte sich die Zahl der verfügbaren Einsatzkräfte auf 20 erhöht und würde damit wieder mehr als die geforderte doppelte Stärke der neunköpfigen Besatzung des Einsatzfahrzeugs betragen. Das nährt auch die Hoffnung, dass sich wieder jemand aus den eigenen Reihen als Führungskraft zur Verfügung stellt.  zlr

Info: Am Mittwoch, 6. November, treffen sich die Uengsteröder Brandschützer ab 19.30 Uhr mit den vier neuen Kameraden am Feuerwehrgerätehaus, um die neue Lage zu besprechen. Weitere Interessierte sind willkommen.

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