Kulturgemeinschaft plant schon für 2021

Vorschläge gesucht: Welches Buch soll Großalmerode lesen?

Andreas Nickel von der Kulturgemeinschaft und die Schriftstellerin Nicole Braun aus Wickenrode im Rahmen der Aktion „Großalmerode liest ein Buch“
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So sah es im Vorjahr aus: Andreas Nickel von der Kulturgemeinschaft und die Schriftstellerin Nicole Braun aus Wickenrode setzten sich 2019 bei der Aktion „Bei Großalmerode liest ein Buch“ mit „Das Ende der Einsamkeit“ von Domenik Wells auseinander.

Wegen Corona ist die Arbeit der Kulturgemeinschaft Großalmerode in diesem Jahr nahezu zum Erliegen gekommen. So soll es weitergehen.

Großalmerode – „Wir haben sozusagen zwangsläufig ein Sabbatjahr eingelegt“, berichtet Andreas Nickel von der Kulturgemeinschaft. Zwar habe der Dämmerschoppen im Februar gerade noch stattfinden können, allerdings hätten von den darauf folgenden Veranstaltungen viele abgesagt werden müssen. Nur vereinzelt und unter den geltenden Hygienebestimmungen in abgespeckter Form sei noch die Organisation einer Diashow über Irland und eines Kindertheaters möglich gewesen, sagt Nickel. „Die verschobenen Veranstaltungen haben wir bei den Vorbereitungen für das nächste Jahr zwar wieder ins Auge gefasst, allerdings läuft die Planung mit angezogener Handbremse, denn weder wir noch die Künstler können mit Sicherheit etwas zur Situation im nächsten Jahr sagen.“ Bereits fest stehe jedoch, dass der Dämmerschoppen im kommenden Februar ausfallen wird.

Auch die seit drei Jahren im April startende Aktion „Eine Stadt liest ein Buch“ sei in diesem Jahr coronabedingt komplett abgesagt worden, erzählt Nickel, der bei der Kulturgemeinschaft federführend bei der Aktion ist. Dabei könne man bei dem für dieses Jahr ausgewählten Buch „Der Zopf“ von Laetitia Colombani einige Parallelen zum Coronavirus ziehen: So wie das Virus, das auf der gesamten Welt um sich greife, werden auch in dem Buch die Verflechtungen von Frauen aus Kanada, Sizilien und Indien über einen Haarzopf verdeutlicht und zeigen, wie eng die Welt verwoben sei, legt Nickel allen noch einmal die Lektüre des Buches ans Herz.

Musik und Theater seien über die Bühne gut repräsentiert, die Lesekultur habe sich bisher allerdings vorwiegend im Privaten abgespielt, erklärt Nickel den Ansatz der Aktion.

Erwachsene würden kaum in die Bücherei, welche sich in der Valentin-Traudt-Schule befindet, gehen, weil sie sich in einer Schule eventuell fehl am Platze fühlten. Umso mehr freue es ihn, dass die vor gut einem Jahr eingerichtete „Herberge der wandernden Bücher“ im Rathaus so viel Zuspruch erhalte.

Welches Buch 2021 die Hauptrolle bei „Eine Stadt liest ein Buch“ spielen wird, steht noch nicht fest. „Wer ein schönes Buch kennt, kann es der Kulturgemeinschaft gern vorschlagen“, ruft Nickel auf. Dabei sei ganz egal, ob es sich um eine Neuerscheinung handele, wie bei dem ersten Buch der Aktion, oder um eine ältere Ausgabe. „Hauptsache, das Thema interessiert eine breite Leserschaft.“ (Gudrun Skupio)

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