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RP will renaturieren: Biotop soll Fischteiche im Fahrbachtal bei Großalmerode ersetzen

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So soll es später aussehen: Die Zeichnung zeigt den Fahrenbach nach der geplanten Renaturierung. Bisher gibt es im unteren Teil des Areals drei Fischteiche.

Großalmerode. Als Teil des FFH-Gebietes Werra- und Wehretal soll das Fahrbachtal bei Großalmerode in diesem Jahr renaturiert werden.

Dieses Projekt hat das Dezernat Schutzgebiete des Regierungspräsidiums (RP) Kassel 2013 angestoßen.

Das Projekt 

Im Zuge der Renaturierung soll ein 170 Meter langer Abschnitt des Bachbettes im Talgrund verlegt werden. Eine seitlich aus dem Wald kommende Quelle soll an den neuen Bachlauf angebunden werden. Die Teichanlagen werden trocken gelegt und zu flachen Gewässerauen modelliert. Für die dort vorkommenden Grasfrösche wird ein höherwertiger amphibiengerechter Teich mit Flachwasserzonen angelegt. Außerdem wird die Verrohrung im Bereich des Waldschlösschens zurückgebaut. Die Wege sollen dabei erhalten bleiben und bei Hochwasser - der traditionellen Nutzung des Fahrbaches entsprechend - auch weiterhin geflutet werden.

Das Ziel 

Mit der Renaturierung soll die Durchgängigkeit des Fahrenbaches im Bereich des Waldschlösschens und den dortigen Teichanlagen wieder hergestellt werden. „Dies hilft vielen Arten und verbessert auch die Struktur für die angrenzenden wassergeprägten Lebensräume“, erklärt Harald Merz, Referent des Regierungspräsidenten, auf Anfrage. Ein oberhalb liegendes Edelkrebsvorkommen habe somit wieder die Möglichkeit, sich über das Bachsystem auszubreiten. Gleichzeitig soll mit der Renaturierung das Gelände um das Waldschlösschen für die Erholungssuchenden aufgewertet werden. „Der Teich kann später gern auch als Anschauungsobjekt für Kinder bei Exkursionen genutzt werden“, sagt Merz.

Die Kosten 

Eine erste Kostenplanung für das Projekt wurde erstellt. Sobald die Plangenehmigung vorliegt, die in Kürze erwartet wird, werden die Aufträge ausgeschrieben. Die Kosten in Höhe von rund 65 000 Euro werden zu 100 Prozent vom Bereich Naturschutz übernommen.

Die Beteiligten 

Eigentümer und Nutzer des Gebietes (Angelverein, Pächterin Waldschlösschen, Gemeinde Großalmerode, Forstamt Hessisch Lichtenau) seien in das Projekt einbezogen worden. Hinweise der Stadt Großalmerode wurden laut Merz bei der Planung berücksichtigt.

Der Zeitraum 

Die Umsetzung des Projekts ist in diesem Jahr geplant. Nach bisherigen Erfahrungen sollten die Arbeiten laut Merz innerhalb von zwei bis drei Monaten abgeschlossen sein: „Der Zeitpunkt ist witterungsabhängig und wird mit den betroffenen Eigentümern und Nutzern abgestimmt.“

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