Sven-André Dreyer vergleicht früher und heute

Historische Aufnahmen der Region - Ein Fotograf stellt sie heute nach

Kirche in Laudenbach
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Sven-André Dreyer vergleicht zwischen früher und heute - mithilfe seiner Leidenschaft: der Fotografie.

Der Vergleich zwischen früher und heute fasziniert ihn: Sven-André Dreyer sammelt historische Aufnahmen und Postkarten. Dann sucht er, wie die Perspektiven sich heute verändert haben.

Laudenbach – Schon seit seiner frühesten Kindheit kommt er regelmäßig nach Laudenbach, wo er im alten Bahnhof seinen Zweitwohnsitz hat. Sven-André Dreyer lebt eigentlich in Düsseldorf, schwärmt aber für die Region um Großalmerode. Sein Onkel erwarb mit einem Freund circa 1978 das Bahnhofsgebäude.

Als Kind war der Bahnhof mit den Gleisen hinterm Haus sehr spannend für Dreyer. Als Jugendlicher begann er dann historische Fotos davon zu sammeln, was er auf die Gelstertalbahn ausdehnte und schließlich auf Fotos und Postkarten aus der ganzen Region.

Der Bahnhof in Laudenbach ist sein Ausgangspunkt: Sven-André Dreyer sammelt historische Aufnahmen und Postkarten, weil er den Vergleich mit dem heutigen Zustand spannend findet. Am Bahnhof fällt vor allem das Gelände auf, das nun stark zugewachsen ist.

„Ich habe mich in diesen Landstrich und die Menschen verliebt“, sagt Dreyer begeistert. Der 47-Jährige sammelt historische Aufnahmen, besucht die Orte heute und vergleicht, wie die Ansicht sich verändert hat. Viele Orte sind stark zugewachsen, wie selbst die Rückseite des Laudenbächer Bahnhofes. Wo früher einst die Gleise waren, ist heute Wald.

Die Rückseite des Bahnhofes: Wo früher einst die Züge fuhren, ist heute alles zugewachsen.

Da Fotos von den Urheberrechten nicht immer einfach sind, nutzt Dreyer viele Postkarten für seine Vergleiche. Einige davon veröffentlicht er auf Instagram. Zudem kann er sich auch eine kleine Publikation dazu vorstellen. „Es ist schwierig, an die Karten heranzukommen“, erklärt Dreyer. Zunächst habe er ganz unbedarft bei Ebay gesucht. Schließlich habe er Händler entdeckt, bei denen eine Suche dank guter Verschlagwortung einfacher ist.

Auch bei den heutigen Perspektiven hatte Dreyer einige Schwierigkeiten: „Ich war oft verloren, denn viele Gebäude stehen heute nicht mehr“. Hilfe fand er zum Beispiel in Form der Denkmaltopographie Hessen des Werra-Meißner-Kreises III: „Ich habe dadurch wahnsinnig viel erfahren.“ So halfen unter anderem Flurkarten, den richtigen Standort zu finden.

Die Recherchen zu den genauen Standorten seien zeitintensiv. Dreyer sieht sie aber nicht als Arbeit, sondern nutzt sie, um draußen zu sein. Mit GPS-Gerät und Kamera geht er wandern und konnte auch bereits seine Töchter für dieses Hobby begeistern.

Auf der Suche nach alten Ansichten hofft Sven-André Dreyer auf die Hilfe der Einheimischen: „Viele haben noch einen Schuhkarton mit alten Fotos“, vermutet er und würde sich freuen, wenn er diese für weitere Vergleiche zur Verfügung gestellt bekommen würde.

Kontakt: instagram.com/svenandredreyer und sven@sven-andre-dreyer.de

Von Evelyn Ludolph

Der Blick auf die Kirche hat sich in Laudenbach nicht groß verändert.
Dafür bei den Unterschieden von heute und früher viele Details zu entdecken.
Die Sälzerstraße in Laudenbach: Es gibt viele historische Postkarten von der Region.
Umso mehr überrascht es Dreyer, dass der Kreis heute touristisch nicht bekannter ist.

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