Rund 300 000 Euro investiert

Übergabe von Fahrzeugen an die Wehren von Trubenhausen und Dohrenbach

Freuen sich über ein Tragkraftspitzenfahrzeug Wasser: Pfarrer Christian Schäfer (von links) mit Bürgermeister Daniel Herz, Ortsvorsteher Peter Schill, Stadtbrandinspektor Björn Wiebers, Lars Witzel, Landrat Stefan Reuß, Bastian Thomas und Jan Tino Demel in Dohrenbach.
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Freuen sich über ein Tragkraftspitzenfahrzeug Wasser: Pfarrer Christian Schäfer (von links) mit Bürgermeister Daniel Herz, Ortsvorsteher Peter Schill, Stadtbrandinspektor Björn Wiebers, Lars Witzel, Landrat Stefan Reuß, Bastian Thomas und Jan Tino Demel in Dohrenbach.

Die Wehren von Trubenhausen und Dohrenbach haben neue Fahrzeuge bekommen.

Trubenhausen/Dohrenbach – Neue Feuerwehrfahrzeuge haben am Samstag Ortswehren der Städte Großalmerode und Witzenhausen erhalten. Die Wehr in Trubenhausen bekam ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF), die Wehr in Dohrenbach ein Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF/W).

„Unser altes Löschfahrzeug 8 (LS 8) ist seit 1989 im Einsatz gewesen“, berichtete Wehrführer Lars Peter. Er leitet die 20 aktiven Einsatzkräfte des 2020 – aufgrund von Nachwuchsmangel – geschaffenen Bereichs Trubenhausen und Weißenbach. Die Entscheidung, ein Neufahrzeug zu beschaffen, fiel vor zwei Jahren. Aufgrund der Corona-Pandemie verzögerte sich die Fertigstellung durch die sächsische Firma Brandschutztechnik Görlitz (BTG) um vier Monate. Ende September konnten die Trubenhäuser dann das 8,8 Tonnen schwere und 190 PS starke Fahrzeug abholen.

Neben dem Fahrer passen fünf Personen ins Fahrzeug, drei weniger als ins Altfahrzeug. Die Atemschutzgeräte sind im Mannschaftsraum. Der Wagen fördert bei einem Druck von zehn Bar 2000 Liter Wasser in der Minute. „Wir verfügen damit in Großalmerode über die leistungsstärkste Pumpe“, erklärte Peters zweiter Stellvertreter Matthias Pflüger. Das Fahrzeug erzeugt selbst Strom. Ein gut vier Meter hoher Lichtmast erlaubt das Ausleuchten von Einsatzorten. Zur Ausstattung gehört unter anderem eine Säbelsäge zur Befreiung eingeklemmter Unfallopfer.

Die Wehr erhielt das Fahrzeug im Zuge der Landesbeschaffung. Zu den 170 000 Euro für den Aufbau steuerte das Land 60 000 Euro bei. „Der Werra-Meißner-Kreis beteiligte sich mit 15 000 Euro an den Kosten“, sagte der Kreistagsvorsitzende Friedel Lenze. „Den Rest hat die Stadt Großalmerode aufgebracht“, ergänzte Bürgermeister Finn Thomsen.

Die Dohrenbacher bekamen ihr TSF/W, das ein Altfahrzeug aus dem Jahr 1992 ersetzt, bereits Anfang September in Görlitz. „Gut fünf Stunden dauerte die Rückfahrt“, berichtete Wehrführer Lars Witzel, dem 25 aktive Feuerwehrkräfte zur Seite stehen. 900 Liter Löschwasser lassen sich mit dem Wagen transportieren. Auch er verfügt über ein Notstromaggregat und einen gut vier Meter hohen Lichtmasten. „Die Aufbauten haben 107 000 Euro gekostet“, berichtete Kreisbrandmeister Jan Tino Demel. Vom Land gab es 32 000 Euro. „Der Kreis steuerte 10 700 Euro bei“, so Landrat Stefan Reuß. „Den Rest hat die Stadt Witzenhausen aufgebracht“, erklärte Bürgermeister Daniel Herz.

Die Dohrenbacher verbanden die Übergabe des neuen Fahrzeugs mit ihrem dritten Frühschoppen-Gottesdienst in vier Jahren. Die Idee dazu hatten Wehrführer Witzel und Pfarrer Christian Schäfer. „Das Christsein hört nicht nach Verlassen der Kirche auf“, erläuterte Schäfer. Der Glaube präge auch den Alltag, sorge beim Bier für ein „sozialverträgliches Verhalten“. Die rund 100 Gottesdienstbesucher saßen auf Strohballen. Der Platz war mit 155 Wimpeln geschmückt, die Kinder der evangelischen Gemeinde Dohrenbach und Hundelshausen gemalt hatten. (zmc)

Schlüsselübergabe in Trubenhausen: Kreistagsvorsitzender Friedel Lenze (von links), Lars Peter, Matthias Pflüger, Bürgermeister Finn Thomsen und der zweite stellvertretende Stadtbrandinspektor Axel Hesse vor dem Mittleren Löschfahrzeug.

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