Arbeiten bereits gut zusammen

Zwei Wehren unter einer Führung: Weißenbach und Trubenhausen sollen zusammengeschlossen werden

Feuerwehrgebäude in Weißenbach
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Weißenbach soll weiterhin als Stützpunkt bestehen bleiben, auch wenn die Feuerwehr mit Trubenhausen zu einer Bereichsfeuerwehr zusammengeschlossen wird.

In Vorbereitung auf die Sitzung der Stadtverordneten kommende Woche tagte am Donnerstagabend der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Großalmerode.

Dabei wurde unter anderem die Neufassung der Feuerwehrsatzung besprochen, die wegen gesetzlicher Änderungen notwendig wurde, wie Bürgermeister Finn Thomsen erklärte.

Auffälligster Punkt dabei ist die Zusammenlegung der Stadtteilfeuerwehren Trubenhausen und Weißenbach zu einer Bereichsfeuerwehr. „Damit schaffen wir die rechtliche Grundlage für die Zusammenarbeit der beiden Feuerwehren“, erklärte Thomsen.

Einige Ortschaften in Großalmerode hatten Probleme, die Vorstandsposten der Feuerwehr nachzubesetzen. So gab es neben Weißenbach auch in Uengsterode und in Epterode Schwierigkeiten. In Epterode konnte die Wehrführung schließlich aus den eigenen Reihen nachbesetzt werden, sagte Thomsen. In Uengsterode hätte der öffentliche Aufruf (HNA berichtete) Wirkung gezeigt und neue Mitglieder hätten sich gemeldet, die sich auch als Wehrführung zur Verfügung stellen. Zwischen den Wehren Weißenbach und Trubenhausen habe es intensive Gespräche gegeben, berichtete Thomsen. Die Zusammenarbeit laufe sehr gut. So werden gemeinsame Übungsdienste abgehalten und auch zu Einsätzen werden beide alarmiert. Unter Trubenhausens Wehrführer Axel Hesse sei auch die Beteiligung wieder gestiegen.

„Da die Feuerwehr Trubenhausen innerhalb von zehn Minuten die Wohnbebauung von Weißenbach erreichen kann, wäre der Standort rein rechnerisch nicht notwendig. Wir wollen ihn aber für die Kameraden in Weißenbach erhalten“, erklärte der Bürgermeister. Deswegen gebe es zwei Standorte mit jeweils einem eigenen Fahrzeug unter der Leitung einer Wehrführung.

In der Satzung wird unter anderem definiert, wer für eine Mitgliedschaft geeignet ist. In einem Halbsatz wurde nun hinzugefügt, dass eine Person nur aufgenommen werden kann, wenn sie für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eintritt. Dazu wollte Jürgen Stache (SPD) wissen, wer dies denn kontrolliere, da man schon von Fällen gehört habe, wo die Feuerwehr als Sprungbrett von rechtsextremen Aktivitäten gedient habe.

Bürgermeister Thomsen erklärte dazu, dass es solche Probleme glücklicherweise nicht in Großalmerode gebe. Der Abschnitt sei aber eingefügt worden, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, sich in diesen Fällen von den jeweiligen Mitgliedern zu trennen. „Ich warne aber davor, alle neuen Mitglieder unter Generalverdacht zu stellen“, sagte Thomsen.

Der Haupt- und Finanzausschuss äußerte sich einstimmig für die neue Fassung, die nun am Donnerstag den Stadtverordneten vorgelegt wird.

Von Evelyn Paul

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