Große Hilfsbereitschaft

Bürgerhilfe Sontra kann nach Spenden vorerst durchatmen

Bei der Spendenübergabe am Mittwoch: Barbara Persch von der Bürgerhilfe Sontra gemeinsam mit (von links) Günter Gansauer, Rüdiger Siegel und Günter Pippert vom Lionsclub Eschwege-Werratal.
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Bei der Spendenübergabe am Mittwoch: Barbara Persch von der Bürgerhilfe Sontra gemeinsam mit (von links) Günter Gansauer, Rüdiger Siegel und Günter Pippert vom Lionsclub Eschwege-Werratal.

Die Bürgerhilfe Sontra kann nach der finanziellen Schieflage durch die Coronavirus-Pandemie vorerst aufatmen. Zu verdanken ist das vielen großzügigen Spendern.

Sontra – Die Kosten laufen weiter, die Einnahmen bleiben aufgrund der Coronavirus-Pandemie aus: „Wenn es noch ein Vierteljahr so weitergeht, dann haben wir ein riesiges Problem“, sagte Barbara Persch, die Vorsitzende der Bürgerhilfe Sontraer Land, noch Anfang Februar gegenüber unserer Zeitung.

Seitdem hat den ehrenamtlichen Verein, der auf die Unterstützung bedürftiger Menschen setzt, eine Welle der Hilfsbereitschaft erreicht, so Persch.

Beweis dafür ist unter anderem eine Spende über 5000 Euro, die der Lionsclub Eschwege-Werratal symbolisch am Mittwoch in der Sontraer Niederstadt übergab.

„Wir sind glücklich, dass wir diese tolle Einrichtung unterstützen können – ganz besonders in diesen Zeiten“, sagte der Präsident der Lions, Rüdiger Siegel. Vor dem, was die Ehrenamtler der Bürgerhilfe Sontra leisten würden, könne man nur den Hut ziehen. Dementsprechend leicht sei die Entscheidung gefallen, sagt Siegel.

Der Lionsclub könne so auch den Bürgern Sontras etwas zurückgeben, die fleißige Käufer des jährlichen Lionsclub-Adventskalenders seien. Ein Großteil der Spendensumme stammt laut Siegel auch aus diesem Verkauf.

Geld wird genutzt, um Angebot aufrechtzuerhalten

„Ich bin wirklich erstaunt, was uns in den vergangenen Wochen zuteilwurde, ganz besonders hat mich die Spende der Lions berührt“, sagte eine sichtlich dankbare Barbara Persch am Mittwoch. Einen besonderen Verwendungszweck gibt es laut der Vorsitzenden nicht, das gesamte Spendengeld wird genutzt, um das bestehende Angebot der Bürgerhilfe aufrechtzuerhalten.

Dazu zählt unter anderem die Versorgung von bis zu 150 bedürftiger Menschen in der Stadt Sontra mit Lebensmitteln. Seit Ausbruch der Pandemie sei bislang keine höhere Nachfrage nach dem Angebot der Bürgerhilfe spürbar gewesen, seit dieser Woche würde der Bedarf langsam steigen, so Persch.

Die finanziellen Probleme traten auf, weil der 2008 ins Leben gerufene Verein sich neben unregelmäßigen Spenden selbst trägt – auch durch den Verkauf von Second-Hand-Kleidung und Möbeln, der wegen der Pandemie aber nur sehr eingeschränkt möglich ist. Zu erwähnen ist laut Persch neben vielen Privatspendern aus Sontra auch die überreichte Summe von 900 Euro durch das Lehrerkollegium der Adam-von-Trott-Schule.

Berührt habe sie auch ein Pärchen aus dem Stadtteil Heyerode, welches selbst nicht viel Geld habe, aber 15 Euro an die Bürgerhilfe spendete. „Der finanzielle Druck ist so ein bisschen weg“, so Persch.

SPD-Kandidaten spendeten bereits vor der Kommunalwahl

Aufgeschreckt durch den Hilferuf der Bürgerhilfe Sontra in unserer Zeitung, wurden auch die SPD-Kommunalwahl-Kandidaten aktiv: Bereits vor dem Wahltag am vergangenen Sonntag starteten sie eine private Geldsammlung in den eigenen Reihen – 1000 Euro kamen so zusammen.

„Mit der Aktion wollen wir auch die Arbeit der Freiwilligen honorieren, die sich schon seit Gründung des Vereins selbstlos für die Bürger einsetzen und verhindern, dass die tolle Arbeit als Folge der Pandemie zum Erliegen kommt“, so Herbert Cebulla. Der SPD-Mann übergab die Spende gemeinsam mit der Stadtverordneten Pia Poniewasch-Jonas. (Maurice Morth)

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