Im Besucherbergwerk wird Mysteryfilm mit Altstars Janson und Steeger gedreht

Grusel aus Grube Gustav

Filmdreh mit Starbesetzung: Ingrid Steeger ist mit von der Partie in Sven Schreivogels Mystery-Thriller, der ab Juni an verschiedenen Schauplätzen im Werra-Meißner-Kreis gedreht werden soll. Fotos: Nocturna-Archiv/nh

Neu-Eichenberg / Abterode. Filmemacher und Produzent Sven Schreivogel aus Neu-Eichenberg wird im Frühsommer mit Dreharbeiten zu seinem Mysterie-Thriller „Die unheimliche Erbschaft“ beginnen. Gedreht werden soll ab Juni an verschiedenen Orten der Region. So auch in der Grube Gustav in Abterode, die als morbide Ritterburg dient.

Das ehemalige Bergwerk Grube Gustav ist kein anheimelnder Ort. In ihren Gängen ist es feucht, kalt und immer ein bisschen gespenstisch. Genau diesem Umstand hat es das Besucherbergwerk bei Abterode jetzt zu verdanken, dass es als Drehort nun in die jüngere deutsche Filmgeschichte eingehen soll.

Schreivogel hat für die Dreharbeiten neben Hauptdarsteller Franz Hofmann die beiden Altstars Ingrid Steeger und Horst Janson engagiert. Der Schauer-Streifen aus dem Werra-Meißner-Kreis orientiert sich am Vorbild des britischen Horrorkinos der fünfziger und sechziger Jahre, dem Filme wie „Bis das Blut gefriert“ und „Schloss des Schreckens“ entsprungen sind. „Der Film wird aber kein Horrorschocker“, sagt Schreivogel. „Es ist eher eine ganz klassische Schauergeschichte, in der nicht unablässig das Blut spritzt.“

In dem Film soll das stillgelegte Bergwerk mit seinen engen finsteren Gängen als Kulisse für die morbiden Reste einer alten Ritterburg dienen, auf der ganz arglos eine hübsche Villa steht – frisch geerbt von einem jungen Mann, der bald feststellen muss, dass er in dem Haus nicht allein ist, sondern es ganz offensichtlich mit Spuk und Gespenstern zu tun hat.

Des Rätsels Lösung und letztendlich Auflösung soll sich dann in dem bis dahin verborgenen Gewölbe finden lassen. Schreivogel, der unter dem Pseudonym C.B. Andergast arbeitet und dessen Produktionsfirma Nocturna-Entertainment ihren Sitz in Neu-Eichenberg hat, entschied sich ganz bewusst für die Grube Gustav. „Wir wollen die Region hier als Kulisse etablieren. Man muss weder an die Küste noch in die Alpen, um gute Drehorte zu finden.“ Darum stellen auch Witzenhausen, Bad Sooden-Allendorf und Einbeck die Kulisse für die filmische Kleinstadt Estabrunn, in der der Gruselfilm spielt. Eine mittelalterliche Szene wird auf Schloss Berlepsch gedreht werden.

Drehbeginn ist Anfang Juni dieses Jahres. Für die Szenen in der Grube Gustav alias mittelalterliches Burggewölbe sind drei Drehtage im Juni eingeplant. Der 90-minütige Spielfilm soll im Herbst 2014 im Witzenhäuser Capitol-Kino seine Premiere feiern und soll dann zunächst deutschlandweit auf DVD vertrieben werden. (wr)

Von Stefanie Salzmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.