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Haus für zwei Senioren-WGs - Investor will sich in Grebendorf ansiedeln

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Von: Stefanie Salzmann

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So könnten das Gebäude für zwei Senioren-WGs aussehen: Die europaweit tätige Korian-Gruppe hat Interesse an einer Ansiedlung in Grebendorf. Visualisierung: Korian
So könnten das Gebäude für zwei Senioren-WGs aussehen: Die europaweit tätige Korian-Gruppe hat Interesse an einer Ansiedlung in Grebendorf. Visualisierung: Korian © Salzmann, Stefanie

Korian-Gruppe will mit Senioreneinrichtung nach Grebendorf. Der Standort am Ziegelweg, der derzeit auch wieder für den Kitaneubau diskutiert wird, ist für die Investorengruppe interessant, vor allem wegen der Nähe zu Infrastruktur wie Apotheke, Arztpraxis und Supermarkt.

Grebendorf – Mit einer Einrichtung mit zwei sogenannten ambulant betreuten Pflege-WGs, die Platz für insgesamt 24 Senioren bieten, will sich die 2003 gegründete französische Unternehmensgruppe Korian in Grebendorf ansiedeln.

Das Konzept der Pflege-WGs sieht vor, dass jeder Bewohner einen 30 Quadratmeter großen Wohnraum inklusive eigenes Badezimmer hat. Tragend für das Gesamtkonzept sei aber ein großer, allen Bewohnern gemeinsamer Bereich mit Küche, Wohnzimmer und einer Bibliothek mit Kamin, wo gemeinsam gekocht und gelebt werden kann und soll, so der Korian-Projektmanager Jonas Sterbenk. Die Gebäude sind zweigeschossig angelegt, sodass in jeder Etage zwölf Menschen wohnen können. Die Senioren sollen so viel Unterstützung und Hilfe erhalten, wie sie benötigen, was durch eine professionelle 24-Stunden-Betreuung gewährleistet werden soll.

Korian will mit neuem Konzept der Pflege-WGs in Nordhessen starten

Die Korian-Gruppe, die eigenen Angaben zufolge mit insgesamt 227 Einrichtungen in der Seniorenbetreuung und Pflege sowie knapp 30 000 Beschäftigen europaweit aktiv ist, wolle mit dem für Korian neuen Konzept in Nordhessen starten. In Deutschland gibt es rund 5000 vergleichbare Einrichtungen.

„Dazu haben wir Kommunen mit mehr als 3000 Einwohnern in Nordhessen sowie das Bistum Fulda angeschrieben“, so Sterbenk. Erst ab dieser Größe sei eine Ansiedlung für Korian interessant – so auch die Gemeinde Meinhard. Einen Kontakt mit der Wirtschaftsförderung des Kreises, die auch das frei werdende Sibo-Beton-Gelände An der Schindergasse in Grebendorf vermarkten soll, habe es im Vorfeld nicht gegeben.

Synergie mit Kitaneubau „begrüßenswert“

Den Ansatz, die Senioreneinrichtung in Grebendorf mit dem geplanten Kita-Neubau zu verbinden, „ist sehr begrüßenswert und interessant“, sagte Sterbenk auf Anfrage unserer Zeitung. Mit Blick auf den jetzt wieder favorisierten Kita-Standort am Grebendorfer Ziegelweg, würde Sterbenk vor allem einen „großen Mehrwert“ in Sachen Infrastruktur sehen. „Das wäre für uns ideal“, sagt er. Denn sowohl die nahe Apotheke, die an der Ecke Eschweger Straße/Riethweg gerade eröffnete Landarztpraxis als auch der Edeka-Markt an der Schindersgasse sprächen für den Bau einer Einrichtung am Ziegelweg. „Da können die Menschen auch noch mit dem Rollator einkaufen gehen.“ Korian will die Flächen für die Einrichtung kaufen, Bedingungen sind Nähe zum Ortszentrum, Anbindung an öffentliche Infrastruktur sowie ein Garten.

In der vorigen Sitzung des Hauptausschusses in Meinhard hatte Bürgermeister Gerhold Brill gesagt, dass eine Verbindung von neuer Kita und Senioreneinrichtungen erstrebenswert sei. Die Korian-Gruppe hatte sich dem Gemeindevorstand bereits vorgestellt. (Stefanie Salzmann)

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