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Haushalt 2022: Weißenborn will 830 500 Euro investieren

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Von: Jessica Sippel

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Blick von der Graburg auf Weißenborn. Archiv: Sabine Schmidt
Blick von der Graburg auf Weißenborn. © Archiv: Sabine Schmidt

Der Haushaltsentwurf 2022 ebenso wie dringend anstehende Investitionen standen auf der Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung Weißenborn.

Weißenborn – Mit einem Defizit von rund 20 000 Euro im Ergebnishaushalt haben die Gemeindevertreter Weißenborns den Haushaltsentwurf für 2022 einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen. Der Ausschuss soll prüfen, wo im Investitionsplan noch gespart werden kann, um am Ende eine schwarze Zahl vorzuweisen. Im Finanzhaushalt schließt die Gemeinde mit einem Zahlungsmittelüberschuss von 36 700 Euro aber dennoch positiv ab.

Ausführlich haben die Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung Anfang dieser Woche den Entwurf des Haushaltsplans 2022 ebenso wie den Entwurf für den Investitionsplan bis 2026 besprochen. In 2022 will Weißenborn insgesamt 830 500 Euro investieren – rund 383 400 Euro muss die Gemeinde selbst zahlen, wofür Kredite aufgenommen werden, 447 100 Euro müssen gefördert werden.

Mammutaufgabe: Sanierung der Klärwerke

Auf dem Plan stehen große Pflichtaufgaben, die die Gemeinde abarbeiten muss. Dazu zählen insbesondere auch die nötigen Sanierungen der beiden Kläranlagen in Weißenborn und Rambach (wir berichteten) deren Gesamtkosten in Höhe von insgesamt etwa 270 000 Euro die Gemeinde selbst tragen muss. Auch was die sonstige Wasserversorgung betrifft, muss Weißenborn in die Geldbörse greifen: Es müssen Schieberkreuze für je 20 000 Euro in 2022, 2023 und 2024 erneuert werden, es wird eine 30 000 Euro teure Hochleistungspumpe benötigt, ebenso wie ein Gutachten für den Hochbehälter (12 000 Euro) sowie ein Wasserversorgungskonzept (25 000 Euro).

Über die Hessenkasse können dazu mehrere Ausgaben bezuschusst werden. Unter anderem benötigt der Bauhof einige neue Maschinen und der Kindergarten braucht eine neue und sichere Mauer (40 000 Euro). Aber auch das Thema Feuerwehr kann bezuschusst werden: 80 000 Euro kommen in diesem Jahr auf die Gemeinde schon einmal für das neue Feuerwehrhaus in Weißenborn zu – 72 000 Euro davon werden über die Hessenkasse getragen. Darin enthalten sind Planungs- und Ausschreibungskosten für eines von zwei favorisierten Grundstücke. In den kommenden zwei Jahren werden je weitere 200 000 Euro dafür eingeplant.

Nicht nur die Finanzen standen auf der Tagesordnung der Gemeindevertreter: Nach einer Bürgerbeteiligung stimmten sie einstimmig für die finale Namensgebung der Begegnungsstätte als „Dorfgemeinschaftshaus Graburgschule“ und der Freifläche als „Dörnermannplatz“.

Haben nun einen Namen: Der Platz vor der Begegnungsstätte heißt nun „Dörnermannplatz“, das Gebäude (Hintergrund) heißt nun: „DGH Graburgschule“. Archivfoto: Thomas Mäurer
Haben nun einen Namen: Der Platz vor der Begegnungsstätte heißt nun „Dörnermannplatz“, das Gebäude (Hintergrund) heißt nun: „DGH Graburgschule“. Archivfoto: Thomas Mäurer © Archivfoto: Thomas Mäurer

Auch wurde über den Geo-Naturpark das geplante Radwegekonzept (wir berichteten) mit dem genauen Vorgehen bei der Sitzung vorgestellt.

Anbieten würde sich etwa der Lückenschluss in Richtung Röhrda und Rambach, aber auch Treffurt, so hieß es in den Vorschlägen. Schwierig sei in Weißenborn jedoch die Abgeschiedenheit, die Berge und auch eine fehlende Bahnverbindung.

Bevor es aber Entscheidungen zur konkreten Umsetzung gibt, stellen Mitarbeiter des Geo-Naturparks aber aktuell das Konzept zunächst erst einmal nur in den Kommunen vor.

Bürgerbefragung

Auf der Internetseite des Geo-Naturparks findet im Rahmen des neuen Radwegekonzeptes eine kurze Bürgerbefragung statt. Jeder kann teilnehmen.

Von Jessica Sippel

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