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Neue Bereichsleiterin des Zentrums für Psychiatrie und Psychotherapie setzt auf Empathie

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Heike Asch ist seit dem 1. Januar die neue pflegerische Bereichsleiterin im stationären und teilstationären Bereich am Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie (ZPP) des Klinikums Werra-Meißner.

Ihre Stelle ist als Bindeglied zwischen der Pflegedirektorin und den pflegerischen Stationsleitungen gedacht. Sie arbeitet dabei in enger Abstimmung mit der Pflegedirektion und der ärztlichen Leiterin, die die medizinische Gesamtverantwortung des ZPP innehat.

Zur Person

Heike Asch (52) wohnt in Mühlhausen, hat ein Kind und ein Enkelkind. Neben ihren langjährigen Erfahrungen im pflegerischen Psychiatrie-Bereich als Fach-Krankenschwester, Stationsleiterin und Pflegedirektorin weist sie auch eine Ausbildung als systemischer Organisations-Coach vor. In ihrer Freizeit spielt Heike Asch gerne Golf.

Heike Asch bildet somit auch die Schnittstelle zu den jeweiligen Oberärzten. Im Interview gibt sie uns einen Einblick in ihre Arbeit.

Frau Asch, was sind Ihre Aufgaben im Arbeitsalltag als pflegerische Bereichsleiterin?

Dazu gehören primär die Überwachung der Pflegequalität, die Organisation von pflegerischen Arbeitsabläufen auf Station, die Dokumentation und das Koordinieren der Personalplanung in der Pflege.

Welche Fertigkeiten sind dabei besonders gefragt?

Wie in allen Leitungspositionen braucht man viel Fingerspitzengefühl, Empathie und Verhandlungsgeschick, um immer alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Wichtig ist, viel mit den Kolleginnen und Kollegen zu sprechen. Als Vorbereitung hospitiere ich aktuell jeweils eine Woche auf den Stationen 14, 15, 16 und in den Tageskliniken, um mir aus der Beobachtung und den Gesprächen heraus einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Und wie ist der erste Eindruck?

Positiv. Ich wurde von allen Seiten gut aufgenommen. Was mich besonders freut, ist, dass ich eigentlich vom ersten Tag an initiativ angesprochen wurde, um in den fachlichen Austausch zu treten. Das ist nicht selbstverständlich. Ansonsten ist es so, dass ich schon seit über drei Jahrzehnten im Psychiatrie-Bereich arbeite, zuletzt als stellvertretende Pflegedirektorin, mich aber jetzt natürlich wieder auf völlig neue Strukturen und Menschen einlassen möchte. Aber gerade das macht die neue berufliche Herausforderung spannend und reizvoll.

Geben Sie uns einen Einblick: Was waren bisher Ihre wichtigsten beruflichen Stationen ?

Ich bin gelernte Krankenschwester und habe danach die Fach-Weiterbildung für Geriatrie und Gerontopsychiatrie gemacht. In der Folge habe ich dann zehn Jahre als Stationsleiterin und zehn Jahre als stellvertretende Pflegedirektion im Ökumenischen Hainich-Klinikum in Mühlhausen gearbeitet.

Warum haben Sie sich damals für den Bereich Psychiatrie entscheiden und sind diesem treu geblieben?

Mich hat es schon immer fasziniert, den Psychiatrie-Patienten in seiner Gesamtheit zu betrachten. Dahinter stecken menschliche Schicksale, die man so in den somatischen Fachrichtungen vielleicht nicht in dieser Form kennenlernt. Dabei sind ein besonderes Einfühlungsvermögen und auch Toleranz gegenüber seelischen Erkrankungen gefordert. Das ist es, was mich bis heute an meinem Job begeistert. Und auch in der Leitungsposition kann ich noch praxisbezogen arbeiten. Das ist sehr wichtig für mich. Der Fachbereich fördert und fordert soziale Kompetenzen. Um Beziehung zum Patienten aufzubauen, benötigt es Zuwendungsfähigkeit und kommunikative Fähigkeiten. (esp)

Foto: klinikum werra-meissner

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