Müssen Sie am Heiligabend arbeiten?

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Grundsätzlich sollte das Weihnachtsfest das Fest der Familie, Besinnlichkeit und Ruhe sein. Arbeit passt hier nicht in das Bild.

Jeder Arbeitnehmer möchte diese Zeit bei seinen Lieben verbringen und nicht etwa, die ohnehin schon manchen teils in Stress ausartende Vorweihnachtszeit um einen Arbeitstag am Heiligabend erweitern. 

Kein gesetzlicher Feiertag

Es ist jedoch so, dass der Heiligabend, das Fest der Feste aus Kindeszeiten, ausdrücklich kein gesetzlicher Feiertag ist. Eine Verpflichtung besteht daher im Grunde auch an diesem Tag der Arbeit nachzukommen, wenn nicht vorher schon Urlaub beantragt wurde oder es eine betriebliche Regelung gibt, die vorsieht, dass an diesem Tag die Arbeit ruht. Eine Ausnahme galt oder gilt natürlich, sollte der 24.12., wie in diesem Jahr, auf einen Sonntag fallen. Am Sonntag sieht der Gesetzgeber vor, dass auch dieser Tag grundsätzlich der Ruhe der Arbeitnehmer dienen soll. Um so mehr sorgte der Vorstoß für Empörung, dass für den 24.12. diesen Jahres eine Ausnahme gelten sollte, wonach dem Einzelhandel die Erlaubnis erteilt werden sollte die Läden zu öffnen.

Einwände von Arbeitnehmern

Dieser Forderung stellten sich jedoch einzelne Arbeitgeber entgegen und verkündeten, dass es bei Ihnen keine Arbeit an Heiligabend geben sollte. Doch welche Einwände kann der Arbeitnehmer entgegen bringen, wenn der Arbeitgeber die Arbeitszeit nach seinem Belieben anordnet. Ist es wirklich das Direktionsrecht des Arbeitgebers, welches über dem Wohl der Arbeitnehmer zu schweben scheint? Kann der Arbeitgeber den Urlaubsantrag verweigern, wenn der Arbeitnehmer diesen bereits gestellt hat – oder gar rückwirkend ablehnen? Um in einer solchen Situation Klarheit und Rechtssicherheit zu schaffen, ist es unumgänglich rechtlichen Rat und Beistand einzuholen. Nur ein Jurist wird letzten Endes mit Sicherheit abwägen können, welche Schritte notwendig sind die Interessen der Arbeitnehmer und auch Arbeitgeber in Einklang zu bringen und nötigenfalls letzten Endes gerichtlich geltend zu machen.

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