Stadt will Haus an Bahnhofstraße sanieren und als Asylbewerberunterkunft nutzen

Ein Heim für Flüchtlinge

Leerstand: Im städtischen Gebäude Bahnhofstraße 1 könnten Unterkünfte für Asylbewerber entstehen. Foto:  Shuhaiber

Großalmerode. Um auf die steigende Zahl der Flüchtlinge im Werra-Meißner-Kreis zu reagieren, wird die Stadt Großalmerode wahrscheinlich noch in diesem Jahr Unterkünfte für 20 Asylsuchende schaffen. Dazu sollen vier Wohnungen in dem leerstehenden Haus Bahnhofstraße 1 in der Kernstadt saniert werden.

Die Renovierungsarbeiten sind im Haushalt mit 200 000 Euro veranschlagt. Das Zahlenwerk für das Jahr 2015 wurde am Donnerstagabend in der Stadtverordnetensitzung beschlossen. Allerdings wurde die Sanierung des städtischen Gebäudes auf Antrag der CDU und Wählergemeinschaft (WG) mit einem Sperrvermerk versehen. „Mit dem Sperrvermerk setzen wir ein Zeichen für die Öffentlichkeit“, sagt Uwe Range (WG). Auch Volker Pforr (CDU) zeigte sich skeptisch: „In Zeiten, wo wir sparen müssen, finde ich es komisch, dass die Bahnhofstraße für 200 000 Euro saniert werden soll. Wo nehmen wir das Geld denn her?“

„Der Landrat hat uns angeschrieben und darauf hingewiesen, dass wir mit Zuweisungen von Asylbewerbern rechnen müssen“, erklärte Bürgermeister Andreas Nickel (SPD) bereits im Vorfeld der Abstimmung. Der Verwaltungschef schätzt, dass die Stadt künftig bis zu 40 Asylbewerber und Flüchtlinge unterzubringen hat. Derzeit leben 13 Asylbewerber in Großalmerode. Untergebracht sind sie in einer städtischen Wohnung im Haus Großalmeröder Str. 22 in Rommerode.

In dem Haus an der Bahnhofstraße müsse zunächst für einen Minimalstandard gesorgt werden. Dazu muss eine Heizung eingebaut und die Treppe saniert werden, um in den ersten Stock zu gelangen, erläuterte Nickel. Gleichzeitig betonte er, dass das Haus nur saniert werde, wenn der Kreis es wenigstens fünf Jahre lang dauerhaft für Asylbewerber anmietet. (alh)

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