Heimatalm und Heimathafen am Werratalsee

Heimtalm-Betreiber zieht Angebot für Gastronomie am Ostufer zurück

Heimatalm im Lockdown: Das Blockhaus am Nordufer des Werratalsees steht derzeit genauso verlassen wie alle anderen Gastronomiebetriebe. Ob es dauerhaft am See bleiben kann, wird immer wieder vertagt.
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Heimatalm im Lockdown: Das Blockhaus am Nordufer des Werratalsees steht derzeit genauso verlassen wie alle anderen Gastronomiebetriebe. Ob es dauerhaft am See bleiben kann, wird immer wieder vertagt.

Die Heimatalm am Nordufer des Werratalsees sowie der von Betreiber und Investor Christian Mehler geplante Heimathafen am Ostufer des Sees bei Schwebda sind Geschichte.

Eschwege/ Schwebda – Wie Mehler jetzt bestätigte, werde er sein Projekt „Heimathafen“ am Ostufer des Sees bei Schwebda nicht weiter verfolgen. Für die „Heimatalm“ am Nordufer hatte Mehler von der Stadt Eschwege für 2021 eine dreimonatige Genehmigung, eine von ihm angefragte Verlängerung bis November habe die Stadt abgelehnt.

„Wir hatten bis heute nicht das Gefühl, dass wir hier erwünscht sind“, sagte Mehler, der am Ostufer nicht nur den Heimathafen bauen wollte, sondern seinen gesamten Firmensitz nach Meinhard verlegen wollte. Am Sonntagabend fand auf der Heimatalm das letzte Konzert statt, ab heute wird der fliegende Bau am Nordufer abgebaut, um künftig fest im thüringischen Katharinenberg zu stehen. Ein Comeback für die Heimatalm werde es vorerst nicht geben.

Investor Christian Mehler

Indes interessieren sich für Gastronomie am Ostufer neben dem Naturcamp Meinhard weiterhin zwei weitere Investoren: Steffi Oßwald, die dort Schwimmhäuser bauen möchte sowie die Meinharder Familie Wiesmann, die ebenfalls eine Gastronomie sowie Stellplätze für Wohnmobile dort plant.

Die Fraktion aus ÜWG, FDP und CDU in Meinhard hatte sich zu dem Projekt „Heimathafen“ bekannt und hätte im Parlament auch eine Mehrheit gegenüber der SPD erreicht, die das Projekt am Ostufer ablehnte. „Wir hätten vielleicht in Meinhard eine politische Mehrheit für uns gehabt, aber möglicherweise einen ganzen Ort gegen uns“, begründet Mehler seine Absage an Meinhard. Unterschriftensammlungen aus Schwebda gegen das Projekt, ein ablehnendes Votum des Schwebdaer Ortsbeirates sowie die fehlende Kooperationsbereitschaft seitens des Naturcamps seien Faktoren gewesen, die zu seiner Entscheidung geführt hätten.

Kommission hatte sich positioniert 

Eine eigens von der Gemeinde Meinhard eingesetzte Ostufer-Kommission war in diesem Sommer nach einem ausgetüftelten Bewertungssystem zu dem Ergebnis gekommen, eine Empfehlung für Mehlers Projekt „Heimathafen“ abzugeben. Zwischen zwei Sitzungen des Gremiums hatte Mehler aber bereits seinen Rückzug mitgeteilt.

Zur Entwicklung des Nordufers führt die Wirtschaftsförderung der Stadt Eschwege derzeit Gespräche mit Investoren. 2022 solle das Areal erschlossen werden, „sodass eine Investition frühestens 2023 realistisch ist“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt. Als Investor ist hier „Timberjacks“ im Gespräch. (Stefanie Salzmann)

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