„Citizenfour“

Herleshäuser gewinnt Oscar für Snowden-Dokumentation

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Die Dokumentation Citizenfour über den Whistelblower Edward Snowden räumte einen Oscar ab: Die Produzenten Dirk Wilutzky (links), der gebürtig aus Herleshausen stammt, und Mathilde Bonnefoy (rechts) mit Regisseurin Laura Poitras.

Herleshausen. Der gebürtige Herleshäuser Dirk Wilutzky hat bei der 87. Verleihung in Los Angeles einen Oscar gewonnen.

Wilutzky ist der Produzent der deutsch-amerikansiche Co-Produktion „Citizenfour", die in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm" ausgezeichnet wurde. Der Film beschäftigt sich mit dem Fall des sogenannten Whistleblowers Edward Snowden.

Dirk Wilutzky wurde 1965 in Herleshausen geboren. Nach seiner Kindheit im Südringgau zog er mit seinen Eltern Karlheinz und Sieglinde Wilutzky sowie Bruder Achim nach Neu-Isenburg, wo der Vater eine Anstellung beim Zoll hatte. Achim Wilutzky und seine Eltern kehrten später nach Herleshausen zurück. Dirk Wilutzky wechselte zum Studium an die Universität nach Tübingen. Von 1991 bis 1993 arbeitete er als Regieassistent am Landestheater Eisenach. 1993 zog er nach Berlin wo er sich vorrangig an Dokumentarfilmen und Fernsehserien beteiligte. Seit 2010 arbeitet er an der Kurz-Dokumentarfilm-Reihe „Was tun?“ des deutsch-französischen Fernsehsenders Arte mit. Als Produktionsmanager war er an dem ebenfalls mit einem Oscar prämierten Dokumentarfilm „Bowling for Columbine“ des amerikanischen Regisseurs und politischen Aktivisten Michael Moore beteiligt.

Der deutsche Produzent wurde nicht zufällig ausgewählt. „Es war notwendig, den Film in Deutschland zu schneiden, wegen der besonderen, günstigen Gesetzeslage in Deutschland, die Journalisten und Dokumentarfilmmacher besser schützt, als es hier in den USA zum Beispiel ”, sagte Wilutzky am späten Sonntagabend hinter den Kulissen der Oscar-Verleihung in Hollywood. Mit seiner Mutter, die die Oscar-Verleihung bis morgens um fünf Uhr am Fernseher verfolgt hatte, telefonierte Wilutzky gleich Montagfrüh. „Er war sehr erstaunt über den Gewinn“, sagt Sieglinde Wilutzky gegenüber unserer Zeitung. Hintergrund, Kommentar Mehr zu den Oscars lesen Sie auf Menschen und im Blickpunkt.

Von Tobias Stück 

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