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Herleshausen: Gemeindefinanzen sind trotz der Krisen stabil

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Von: Emily Spanel

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Das ganze Jahr über wurde das Dorfgemeinschaftshaus Altefeld zu einer Arztpraxis umgebaut. Die Arbeiten liegen nach wie vor voll im Zeit- und Kostenplan. Allgegenwärtige Lieferschwierigkeiten machten sich bei diesem Projekt nicht bemerkbar. Eröffnet wird noch in diesem Jahr. Archi
Das ganze Jahr über wurde das Dorfgemeinschaftshaus Altefeld zu einer Arztpraxis umgebaut. Die Arbeiten liegen nach wie vor voll im Zeit- und Kostenplan. Allgegenwärtige Lieferschwierigkeiten machten sich bei diesem Projekt nicht bemerkbar. Eröffnet wird noch in diesem Jahr. © Peter Niemann

Die Haushaltssituation der Gemeinde Herleshausen hat sich trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie und des Krieges in der Ukraine bisher als relativ stabil erwiesen.

Herleshausen – „Vor allem dank der stabilen Steuereinnahmen sowie durch Verkäufe von Anlagevermögen in 2021/2022 kann die Liquiditätssituation der Gemeinde als gesichert angesehen werden“, erklärte Herleshausens Bürgermeister Lars Böckmann. Der Verwaltungschef stellte den Vollzug des Gemeindehaushaltes zum Stichtag 30. September im Detail vor.

Keine Kassenkredite benötigt

Kassenkredite werden in der Gemeinde Herleshausen nach wie vor nicht benötigt. Auch die Aufnahme der genehmigten Investitionskredite wurde bisher nicht vollzogen. „Das ist allerdings auch auf Verzögerungen bei den Investitionsvorhaben zurückzuführen“, schränkte Lars Böckmann ein. Diese Verzögerungen seien vor allem in fehlenden Kapazitäten bei den ausführenden Unternehmen, Engpässen bei der Materialbeschaffung und stark gestiegenen Preisen begründet.

Beispielsweise resultierten die Verzögerungen im Erweiterungsbau der Kindertagesstätte Herleshausens in besagten Lieferengpässen. Die Bauabnahme und die Übergabe sind nun für Juni 2023 geplant. Der Umbau des DGHs Altefeld zu einer Arztpraxis liege dagegen voll im Zeit- und Kostenplan.

Einnahmen aus der Gewerbesteuer liegen über Planungsansatz

„Bei den Anteilen an Einkommens- und Umsatzsteuer muss man die weitere Entwicklung abwarten“, erklärte der Bürgermeister. Bislang aber bewegen sich die Zahlen im Rahmen der Planansätze. „Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer haben sich in diesem Jahr erfreulich entwickelt“, so Lars Böckmann weiter. Die Einnahmen liegen deutlich über den Planansätzen.

Da die Branchen der wichtigsten Gewerbesteuerzahler Herleshausens offenbar bisher weniger stark von den Auswirkungen des Ukraine-Krieges beziehungsweise der Coronapandemie betroffen seien, „hoffen wir weiterhin auf stabile Einnahmen in diesem Bereich“. Doch insbesondere die (weiter) stark steigenden Material- und Energiepreise werden Auswirkungen auf die Planungen beziehungsweise auf die Kostenansätze der Gemeinde haben.

Ausgaben befinden sich im Rahmen der Planungen

Der Ansatz des ordentlichen Ergebnisses des Gemeindehaushaltes Herleshausen bis zum 30. September lag bei 1140 Euro. Das Ergebnis zum Stichtag liegt hingegen bei 613 892 Euro – im Vergleich von Ansatz und Ergebnis also eine Differenz von 612 752 Euro.

„Auf der Ausgabenseite befinden wir uns derzeit noch, trotz aller Widrigkeiten, im Rahmen der Planungen“, sagte Lars Böckmann. Allerdings sei bis zum Jahresende mit dem Überschreiten einzelner Planansätze zu rechnen. Das könne aber durch Minderausgaben beziehungsweise Mehreinnahmen in anderen Teilbereichen kompensiert werden.

Auf Basis der aktuellen Entwicklungen der Einnahmen und Ausgaben geht die Kämmerei unter Büroleiter Marko Heckerodt davon aus, dass die Haushaltsansätze bis zum Jahresende eingehalten werden können.

Von Emily Hartmann

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