Verdienstorden des Landes Hessen für den aus Epterode stammenden Heimatforscher

Hermann Nobel setzte Zeichen

Hermann Nobel

Wiesbaden/Epterode. Mit dem Hessischen Verdienstorden wurde am Montagnachmittag Hermann Nobel in Wiesbaden ausgezeichnet. Der Sprecher der Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer, sagte in einer Feier in der Staatskanzlei: „Hermann Nobel ist in vielerlei Hinsicht eine außergewöhnliche Persönlichkeit: Er engagiert sich für seinen Heimatort Epterode sowie seine Mitmenschen und sucht immer wieder neue Herausforderungen, um sich weiterzubilden.“ Nobels Einsatz für die Region und sein Tatendrang seien beispielhaft.

Hermann Nobel wurde 1937 in Epterode geboren, wo er auch aufwuchs. Er machte zunächst eine Ausbildung als Schneider. 1957 zog er nach Wiesbaden und absolvierte eine Ausbildung zum Polizeibeamten. Er holte berufsbegleitend das Abitur nach und nahm an vielen polizeilichen Lehr- und Studiengängen teil. Den aktiven Dienst beendete Nobel 1977 als Erster Hauptkommissar.

Im Ruhestand studierte Nobel Geschichte in Frankfurt und Mainz und schloss das Studium 2007 als Magister ab. Schon 1982 aber entbrannte das Interesse des heimatverbundenen Historikers auf der 800-Jahr-Feier von Epterode für seinen Geburtsort, und er begann mit der Chronik und Festschrift des Dorfs. Die Chronik wurde 25 Jahre später vom Magistrat der Stadt Großalmerode herausgegeben.

Nobel arbeitete auch an der Chronik von Rommerode mit, archivierte in einem Findbuch die geschichtlichen Hinterlassenschaften von Gustav Wollenhaupt im Stadtarchiv Großalmerode. Außerdem schuf er eine heimatgeschichtliche Literatur-Datenbank mit 15 000 Datensätzen.

„Hermann Nobel hat sich in den vergangenen Jahren durch seine unermüdlichen Forschungsarbeiten in vorbildlicher Weise für seine Heimat engagiert und damit in Nordhessen Maßstäbe gesetzt. Daher freue ich mich, ihm heute als sichtbares Zeichen der Anerkennung seiner Leistungen den Hessischen Verdienstorden überreichen zu können“, sagte Michael Bußer.

Über Fußballfans

Nobel publizierte aber auch als Polizeibeamter, zum Beispiel über Fußballfans und Gewalttäter oder den Umgang mit der Drogenproblematik.

Daneben war er politisch aktiv unter anderem als Vorstandsmitglied der SPD in Wiesbaden-Kohleck. (stk)

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