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Hessen Mobil baut Stationszeichen an Straßenrändern ab

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Von: Tobias Stück

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Anhand der Infos soll man sich orientieren können.
Anhand der Infos soll man sich orientieren können. © Privat/nh

Gesehen hat sie jeder schon einmal, was sie bedeuten, wissen die wenigsten. Die dreieckigen Plastikkörper am Straßenrand gehören zum Alltag dazu – bislang jedenfalls. Denn die im Fachjargon Stationszeichen genannten Verkehrszeichen werden derzeit Stück für Stück ausgetauscht und ersetzt.

Werra-Meißner – Auch wenn man sie wahrscheinlich selten nutzt: Belanglos sind diese Verkehrszeichen längst nicht. „Mithilfe von Stationszeichen, die einst auch als Kilometersteine am Fahrbahnrand zu sehen waren, können Verkehrsteilnehmer den eigenen Standort im Straßennetz genau bestimmen“, erklärt Nico Beck, Sprecher von Hessen Mobil, die derzeit mit dem Austausch beschäftigt sind.

Bei Notfällen seien die Angaben auf den Stationszeichen, die seit 1968 eingesetzt werden, zur Lokalisierung des Standorts eine hilfreiche Information für die Rettungsdienste. Und wie liest man die Informationen?

Netzknoten begrenzen einen Abschnitt

Das Stationierungssystem ermöglicht durch seine Gliederung in Kreuzungen und Einmündungen mit nummerierten Netzknoten die Orientierung auf Straßen. Zwei Netzknoten begrenzen einen Abschnitt, der mit der ersten Netzknotennummer bezeichnet wird. Im Verlauf einer Straße sind die Abschnitte außerdem fortlaufend nummeriert.

Jeder Abschnitt zwischen zwei Netzknoten beginnt bei null und endet mit der Gesamtlänge des Abschnitts. Eine Station gibt an, wie weit ein Standpunkt vom Anfang des Abschnitts entfernt liegt.

Anhand der Infos soll man sich orientieren können.
Anhand der Infos soll man sich orientieren können. © Privat

Für eine ungefähre Standortbestimmung genügen die Angaben auf dem nächstgelegenen Stationszeichen. Zur genauen Standortbestimmung, etwa bei Unfällen, muss die Entfernung vom Standort bis zum nächstgelegenen Stationszeichen gemessen werden.

Zur Orientierung sind die Stationszeichen also eine gute Hilfe. Deswegen werden sie nicht ersatzlos gestrichen. Im Gegenteil: In Zukunft sollen diese Informationen flächendeckend alle 200 Meter klein und kompakt auf Leitpfosten angebracht werden. Diese neue Form ist sogar schon vielerorts weit verbreitet.

Künftig wird es zusätzlich QR-Codes geben

Eine Neuerung auf den Stationszeichen-Leitpfosten stellt der Aufdruck eines QR-Codes dar. Dieser QR-Code kann ganz einfach mit der Smartphone-Kamera gescannt werden. Mit einem Klick auf das Standortsymbol werden weitere Informationen zum Abschnitt zu der Station mitgeteilt und der genaue Standort wird auf einer digitalen Karte angezeigt.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen Notruf auszulösen. Des Weiteren wird Rettungsdiensten und Fachverwaltungen so der Zugang zu benötigten Straßeninformationen erleichtert. Bei künftigen Straßenbaumaßnahmen werden die bestehenden Prismenkörper durch die neuen Stationszeichen-Leitpfosten ausgetauscht.

(Tobias Stück)

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