Ketten zerstört, Zäune aufgebrochen

Hessen Mobil warnt Bevölkerung vor Betreten der Werrabrücke

Mittlerweile haben die Betonarbeiten der Fahrbahn begonnen: Die Straßen- und Verkehrsbehörde Hessen Mobil weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die voll gesperrte Werrabrücke keinesfalls betreten werden darf.
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Mittlerweile haben die Betonarbeiten der Fahrbahn begonnen: Die Straßen- und Verkehrsbehörde Hessen Mobil weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die voll gesperrte Werrabrücke keinesfalls betreten werden darf.

Mehrfach haben sich Fußgänger und Radfahrer in den vergangenen Wochen und Monaten Zugang über die wegen Sanierunsarbeiten voll abgesperrte Werrabrücke zwischen Aue und Frieda verschafft, um sie zur Überquerung der Werra und als Abkürzung zu nutzen. Hessen Mobil appelliert nun wiederholt ausdrücklich an die Vernunft der Bevölkerung, die Brücke derzeit nicht zu betreten.

Aue/Frieda - Absperrungen wurden umgangen, Fußgänger und Radfahrer nutzten anliegende private Gärten zur Durchquerung (wir berichteten). Zuletzt sind sogar Stahlketten, die die Bauzäune zusammenhielten, scheinbar mithilfe eines Seitenschneiders durchtrennt worden. Auch Kabelbinder wurden zerschnitten, um durch die Absperrung zu gelangen. Das teilt die Straßen- und Verkehrsbehörde Hessen Mobil jetzt detailiert mit.

Die Werrabrücke an der Kreisstraße 12 wird von Hessen Mobil seit Juni und noch bis Ende des Jahres aufwendig saniert. „Hessen Mobil musste leider feststellen, dass die Sperrung der Werrabrücke nach wie vor von vereinzelten Fußgängerinnen und Fußgängern sowie von Radfahrenden ignoriert wird“, teilt Pressesprecher Nico Beck mit. 

Die Lage hatte sich zuvor bereits etwas gebessert, nachdem Hessen Mobil die Beschilderung für den Radverkehr verändert wurde, um diesen gar nicht erst in den Nahbereich der Brücke zu leiten, sondern früher abzufangen, und außerdem auch die Absperrungen verstärkt wurden. Dennoch ließen sich zahlreiche Menschen nicht davon abhalten, die Brücke trotz aller Verbote als Abkürzung zu nutzen, brachen die Zäune sogar auf.

Dass vereinzelt Personen in den vergangenen Monaten das gesperrte Bauwerk nutzten, bestätigt auch Aues Ortsvorsteher Bernd Auweiler. Er weist ebenfalls darauf hin, dass sich die Menschen an die Regeln von Hessen Mobil halten sollten. „Es hat sich mittlerweile schon gebessert, ein paar Monate müssen wir jetzt noch durchhalten und die Umleitung nehmen“, sagt er. Auch aus Sicherheitsgründen sei das wichtig. „Durch das Betreten des Bauwerks setzen sich die Überquerenden einer Gefahr und gleichzeitig auch einem Verletzungsrisiko aus – zum Beispiel durch offenliegende Bewehrungen. Darüber hinaus wird auch eine Ordnungswidrigkeit begangen“, betont Beck.

Kürzlich haben die Bauarbeiter von Hessen Mobil mit den umfangreichen Beton- und Abdichtungsarbeiten auf dem Überbau der Werrabrücke begonnen.

„Die Flächen dürfen unter keinen Umständen betreten werden. Das gilt auch nach Beendigung der Arbeiten am Tage“, sagt Beck. Denn es stehen unbedingt einzuhaltende Aushärtzeiten für Beton und Harze an, die weder überfahren noch überlaufen werden dürfen.

Jede Beschädigung dieser Arbeiten könnte die Bauarbeiten verzögern, die regulär noch bis zum Ende des Jahres dauern, und damit auch zu einer späteren Öffnung der Brücke für den öffentlichen Verkehr führen könnten. (Jessica Sippel)

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