Hessen-Rohstoffe (Hero) stellt Vielfalt von Pflanzen für Biogas-Erzeugung vor

Energiepflanzen-Vielfalt: Beim Tag der offenen Tür von Hero am Sande in Witzenhausen wird auch zu den nahen Schauparzellen eingeladen, hier von Diplom-Ingenieurin Christiane Braun. Foto: Forbert

Witzenhausen. Wenn am Samstag im Kompetenzzentrum Hessen-Rohstoffe (Hero) am Sande in Witzenhausen von 10 bis 18 Uhr die Türen geöffnet werden, dann werden die Besucher auch eingeladen, noch ein paar Schritte weiter in die Werraaue zu gehen und die Schauparzellen mit besonderen Energieträgern anzusehen.

Denn dort hat Hero unter dem Motto „Energiepflanzen-Vielfalt" eine Demonstrationsfläche für den Anbau verschiedener Pflanzen angelegt, deren Biomasse zur Energieerzeugung genutzt werden kann. „Energiepflanzen können die landwirtschaftliche Fruchtfolge bereichern und zur Vielfalt auf den Äckern beitragen“, erläutert Diplom-Ingenieurin Christiane Braun von Hero.

Auf 17 Schauparzellen, die sich entlang des Werratal-Radwegs befinden, können Spaziergänger, Radfahrer und andere interessierte Bürger jederzeit verschiedene Energiepflanzen direkt nebeneinander im Feld begutachten und miteinander vergleichen.

Dabei werde deutlich, sagt Braun, dass beispielsweise die Biogaserzeugung nicht zwangsweise mit dem Anbau von Mais verbunden sein muss. Es gibt viele alternative Pflanzen und Pflanzenmischungen, die sich ebenfalls zur Biogas-Erzeugung eignen und nebenbei auch noch vielfältig blühen. Somit erfreuen sie nicht nur den Menschen, sondern auch die Tierwelt, allen voran die Bienen.

So gibt es Dauerkulturen zu sehen, die wie die Durchwachsene Silphie jedes Jahr wieder neu austreiben oder die wie die Wildpflanzenmischungen zwar mehrere Jahre überdauern, dabei aber eine hohe Artenvielfalt aufweisen. Der Besucher findet ebenso altbekannte Pflanzen, wie die Getreidearten und die Zuckerrübe, die allesamt zu Biogas vergoren werden können.

Auch die Erzeugung von biologischen Brennstoffen zur Wärmegewinnung erfordere die Nutzung von Energiepflanzen, macht die Diplom-Ingenieurin deutlich. Als Beispiele verweist sie auf die auf der Demonstrationsfläche angebauten schnellwachsenden Baumarten, wie Pappel und Weide sowie Miscanthus, die zur Produktion von Hackschnitzeln und Pellets genutzt werden.

„Bioenergie ist und bleibt ein zentraler Bestandteil der Energiewende, da sie im Gegensatz zur Wind- und Sonnenenergie einerseits nicht an schwankende Witterungsbedingungen geknüpft ist und andererseits speicherbar ist“, betont Braun. Zusätzlich leiste die Bioenergie einen wichtigen Anteil zur Wertschöpfung in ländlichen Regionen. (sff)

Tag der offenen Tür

Beim Tag der offenen Tür lädt Hero am Samstag, 27. September, von 10 bis 18 Uhr in die Gebäude am Sande 20 in Witzenhausen ein. Vorgesehen sind Mitmachaktionen für Jung und Alt. Es gibt ein Experimentierlabor für Kinder, ein Gewinnspiel und vier Vorträge. Einblicke werden gewährt in den Nawaro-Schulgarten und in die Ausstellung über nachwachsende Rohstoffe. (sff)

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