Brandursache noch nicht ermittelt

100.000 Euro Schaden und ein Schwerverletzter: Brand in Mehrfamilienhaus in Hessisch Lichtenau

+
Hausbrand in Fürstenhagen: Alle Bewohner konnten in Sicherheit gebracht werden - ein Bewohner wurde schwer verletzt.

In einem Mehrfamilienhaus im Hessisch-Lichtenauer Stadtteil Fürstenhagen ist in der Nacht ein Feuer ausgebrochen. Ein Hausbewohner wurde schwer verletzt.

  • Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Fürstenhagen im nordhessischen Landkreis Werra-Meißner.
  • Die Polizei rettete alle Bewohner.
  • Ein Bewohner wurde schwer verletzt.

Update, 09.01.2020, 13.06 Uhr: In einem Wohnhaus in Hessisch Lichtenaus Stadtteil Fürstenhagen an der Straße Siedlung 6 hat es am Donnerstagmorgen gebrannt. Dabei ist ein Bewohner des Hauses verletzt worden. 

Polizei wegen Ruhestörung gerufen - dann Brand entdeckt

Eine Hausbewohnerin alarmierte die Polizei, weil ein 43-jähriger Bewohner alkoholisiert im Hausflur randalierte. 

Laut Polizeibericht trafen die Beamten den Mann im Flur an und begleiteten ihn zu seiner Wohnung. Aus dieser tönte bereits der Rauchmelder, Brandgeruch nahmen die Polizisten aber nicht wahr. 

Feuer breitete sich mit starker Rauchentwicklung aus

Als der 43-Jährige die angelehnte Wohnungstür aufriss, kam es zu einer Durchzündung und das Feuer breitete sich mit einer starken Rauchentwicklung aus. 

Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle.

Die Polizisten alarmierten die Feuerwehr und weckten die weiteren Bewohner des Hauses. Ein ebenfalls 43-Jähriger, der in der gegenüberliegenden Dachgeschosswohnung lebt, verletzte sich auf dem Weg nach draußen. Er erlitt Brandwunden in Nacken und Gesicht und zog sich eine Rauchgasvergiftung zu. 

Ein Verletzter wurde ins Klinikum Kassel gebracht

Er wurde ins Klinikum Kassel gebracht. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte die Wohnung des Tatverdächtigen und das Feuer hatte sich über das Treppenhaus bereits in die Nachbarwohnung und den Dachboden ausgebreitet, teilt Steffen Rödel, Stadtbrandinspektor von Hessisch Lichtenau, mit. „Wir haben das Feuer schnell unter Kontrolle bringen können, weil wir gleich zwei Trupps unter Atemschutz, für jede Wohnung einen, reinschicken konnten.“ 

Mieter in den unteren Etagen konnten in ihre Wohnung zurück

Beide Wohnungen im Dachgeschoss wurden durch Feuer und Rauch stark beschädigt und sind unbewohnbar. Die Mieter im Erdgeschoss und in der ersten Etage konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Während des Einsatzes waren sie im benachbarten Seniorenwohnheim untergekommen. Weil der Tatverdächtige stark alkoholisiert war, wurde er auf die Wache gebracht. 

Tatverdächtiger mit 2,3 Promille Alkohol im Blut

Ein Test ergab circa 2,3 Promille, teilt die Polizei mit. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme an. Nach der Ausnüchterung soll der 43-Jährige vernommen werden. Die Kriminalpolizei nimmt die Ermittlungen zur Brandursache

Update, 09.01.2020, 12.15 Uhr: Um 01:14 Uhr kam es vergangene Nacht in einer Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses (sechs Parteien) in der Straße "Siedlung" in Hessisch Lichtenau-Fürstenhagen zu einem Wohnungsbrand. Eine Bewohnerin hatte sich zuvor bei der Polizei beschwert, dass im Hausflur ein betrunkener Bewohner randalieren würde.

Die eintreffenden Polizisten begaben sich mit dem 43-Jährigen zu dessen Wohnung. Dabei nahmen sie den Alarm des Rauchmelders wahr, jedoch kein Brandgeruch. Beim "Aufreißen" der angelegten Wohnungstür durch den 43-Jährigen kam es zu einer "Verpuffung" und dadurch zu einer starken Rauchentwicklung in dessen Wohnung.

Schwerverletzter bei Brand in Hessisch Lichtenau

Die Feuerwehr wurde umgehend alarmiert und die weiteren Bewohner des Hauses durch Klopfen und Klingeln an den Wohnungstüren geweckt, damit diese rechtzeitig das Haus verlassen konnten. Einer der Bewohner verließ selbstständig seine Wohnung, zog sich dabei aber Brandwunden im Gesicht und Nacken sowie eine starke Rauchvergiftung zu. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Der tatverdächtige 43-Jährige wurde zur Polizeistation gebracht, da er stark getrunken hatte. Ein durchgeführter Test ergab einen Wert von ca. 2,3 Promille.

Die Feuerwehren aus Hessisch Lichtenau und Fürstenhagen löschten das Feuer in der Nacht und verhinderten dadurch, dass das Feuer auf weitere Wohnungen übergriff. Die übrigen Bewohner des Hauses konnten noch in der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren.

Feuerwehr konnte Brand rechtzeitig löschen

Das Feuer war um 02:13 Uhr gelöscht. Der Schaden wurde auf ca. 100.000 EUR geschätzt. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Der 43-jährige Tatverdächtige wird nach Ausnüchterung im Verlauf des heutigen Tages durch das zuständige Kommissariat der Regionalen Kriminalinspektion polizeilich vernommen, die ebenfalls die Ermittlungen am Brandort zur Klärung der Brandursache aufgenommen haben.

Erstmeldung, 09.01.2020, 08.11 Uhr: Wie die Polizeibeamten der Polizeistation Hessisch-Lichtenau berichten, brach gegen 1.15 Uhr in der Straße "Siedlung 6" im Ortsteil Fürstenhagen ein Brand in dem Mehrfamilienhaus aus. 

Polizeibeamte bringen alle Bewohner rechtzeitig in Sicherheit

Den Beamten gelang es noch vor Eintreffen der Feuerwehr alle Hausbewohner aus dem Haus zu retten und in Sicherheit zu bringen. Ein Hausbewohner erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen und wurde in ein umliegendes Krankenhaus verbracht.

Der Sachschaden beläuft nach ersten Schätzungen auf 100.000 Euro.

Ermittlungen zur Brandursache laufen

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an und werden durch die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Werra-Meißner geführt.

Ein seltsamer Geruch am Samstagvormittag macht Frankfurter nervös. Grund ist eine spezielle Wetterlage.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.