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Vor A44-Urteil: Kontrahenten sind optimistisch

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Hessisch Lichtenau/Frankfurt. Am Mittwoch (14.4.10) verkündet das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig das Urteil zum Weiterbau der A44. Am Dienstag haben sich sowohl Gegner als auch Befürworter optimistisch gezeigt, dass der Richterspruch zu ihren Gunsten ausfällt.

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„Ich bin zuversichtlich, dass es nur eine positive Entscheidung geben kann“, sagte der Bürgermeister der nordhessischen Gemeinde Hessisch Lichtenau (Werra-Meißner-Kreis), Jürgen Herwig (SPD). Es dürfe nicht sein, dass der Lebensraum von Fledermäusen höher bewertet werde als die Bedürfnisse der von Lärm und Abgasen geplagten Menschen. Die Bundesrichter wollen am Mittwoch über die Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen den Weiterbau der Schnellstraße zwischen Hessisch Lichtenau Ost und Hasselbach entscheiden. „Wir wollen gewinnen und sind sehr gespannt, weil alles offen ist“, sagte der BUND-Naturschutzreferent Thomas Norgall.

Die dritte Klage

Es ist bereits die dritte Klage der Naturschützer vor dem Bundesverwaltungsgericht. Sie befürchten, dass der Autoverkehr auf der geplanten Trasse zu einem deutlichen Bestandsverlust bei zwei Fledermausarten führen wird. Außerdem halten sie die Schnellstraße für zu teuer und überdimensioniert. Der BUND plädiert daher für einzelne Ortsumgehungen und einen Ausbau der Bundesstraße 7. Das aber lehnen die Anwohner ab. „Auch eine Klage, die wir nicht gewinnen, ist nicht verloren“, sagte Norgall. Durch den Widerstand würden die Planer im hessischen Verkehrsministerium dem Naturschutz mehr Aufmerksamkeit schenken. „Wir hoffen auf einen Lerneffekt“, so der BUND-Referent.

Auf Genehmigung eingestellt

In Hessisch Lichtenau sind die Einwohner auf eine Genehmigung des Weiterbaus durch das höchste deutsche Verwaltungsgericht eingestellt. Der Rathauschef hat für Mittwochabend ins Bürgerhaus zu Freibier und Bratwürstchen eingeladen. „Das ist ein Jahrhunderturteil“, sagte Jürgen Herwig. Die A44 soll bis 2016 Kassel mit Eisenach verbinden. Wegen der Klagen der Naturschützer verzögert sich der Bau der Trasse seit Jahren. Von den insgesamt 64 Kilometer sind gerade mal fünf Kilometer fertiggestellt. Durch Brücken, Tunnel und Umweltauflagen soll die Ost-West-Verbindung mindestens 1,4 Milliarden Euro kosten. Damit wäre die A44 die teuerste Autobahn der Welt.

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