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Arche in Hessisch Lichtenau feierte mit „Fest für alle“ 25-jähriges Bestehen

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Von: Diana Haeseler

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Äthiopisch: Hana Assefa, Negese Abrehet, Sador Sami, Mariy Abas Huse und Bilal Abas zeigen eine landestypische Kaffee-Zeremonie.
Äthiopisch: Hana Assefa, Negese Abrehet, Sador Sami, Mariy Abas Huse und Bilal Abas zeigen eine landestypische Kaffee-Zeremonie. © Diana Haeseler

Die Arche in Hessisch Lichtenau ist Familienzentrum, Lebensmittelausgabe, Fahrrad-Werkstatt, Hausaufgabenbetreuung, gelebte Integration und vieles mehr - bereits seit 25 Jahren.

Hessisch Lichtenau – So ein Fest gab es lange nicht mehr am Bürgerhaus. Der ganze Vorplatz ertönt von Kinderlachen und Musik, alles ist bunt und auf jeder Ecke gibt es etwas anderes zu entdecken. Besonders die Hüpfburg hat es den Kindern angetan, doch auch beim Kinderschminken bildet sich eine lange Schlange. Für das leibliche Wohl ist mit Pommes und Gegrilltem von Bürgerhaus selbst, einem internationalen Snack-Buffet der freiwilligen Helfer und dem Meißner-Eis-Auto gesorgt. Besonders interessant ist die von Hana Assefa gezeigte äthiopische Kaffee-Zeremonie.

Ab 14.30 Uhr begann das Fest mit der Begrüßung durch den Vereinsvorstand, den Bürgermeister und die Landrätin. Zum Einklang sang der Schulchor der Grundschule Hessisch Lichtenau.

Über den Nachmittag verteilt untermalten außerdem die Schulbands der Freiherr-vom-Stein-Schule und die Rock-Band „Root 65“ das Fest mit Live-Musik. Für die Erwachsenen gab es zahlreiche Info-Stände, die die Angebote der Arche vorstellten und weitere Vereine, die die Arche unterstützen. Im Bürgerhaus-Saal präsentierte Hiltrud Bachmann vom Vereinsvorstand die Geschichte des Vereins in Bildern und würdigte die vielen Menschen, die den Verein auf seinem Weg begleiteten.

„Es sind Kinder aus allen Nationen, die hier zusammen feiern und spielen. Es ist so viel los, ich bin ganz gerührt. Wir wollen mit diesem Fest unser Jubiläum feiern, aber auch Gerda Brückmann ehren, die die Arche mit aufgebaut hat und sich seit 25 Jahren ehrenamtlich engagiert.“, sagt Rafaela Pax, Leiterin der Arche. (Diana Haeseler)

Obdach für Wohnungslose und Bedürftige

Die Anfänge der Arche entstanden aus der Idee, Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen wohnungslos sind, eine vorübergehende Unterkunft zu gewähren. Sei es für Frauen, die aus einer gewalttätigen Ehe fliehen müssen, Kindern, die auf der Straße gelandet sind oder geflüchteten Familien.
Der Name bezieht sich dabei auf Noah, der mit seiner Arche Mensch und Tier einen Zufluchtsort vor der Flut bot. So wurde im Februar 1996 der Verein Arche gegründet. Im November 2000 erweiterte der Verein sein Angebot auf eine Kleiderkammer mit Kaffeestube.
2004 kam zu dieser ein gesonderter Raum für die Beratung für Menschen in sozialen Notlagen hinzu. Die Kleiderkammer wurde im Jahr 2010 erweitert und bietet seitdem Hausrat- und Kinderabteilungen, sowie die Ausgabe von gespendeten Lebensmitteln an.
Im selben Jahr erfolgte eine Kooperation mit der Grundschule Hessisch Lichtenau. So können an fünf Tagen in der Woche besonders hilfsbedürftige Schulkinder betreut werden, die dort auch ihr Mittagessen bekommen.
Außerdem bietet die Arche zahlreiche weitere Angebote an. Es gibt Gruppenaktivitäten zum Kochen, zur Selbsthilfe oder Gruppen für Flüchtlingshilfe. Projekte für Mütter und Kinder und zu Themen wie Film oder PC werden zeitlich begrenzt angeboten.
Wohnungsvermittlungen, Hilfe bei der Suche von Sucht-Therapieplätzen und Spendentransporte in Krisengebiete sind nur einige der zahlreichen Aufgaben der Arche. (da)

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