Zwei Koi-Karpfen wurden getötet

Attacke auf Koi-Karpfen ist nur Spitze des Eisbergs: Seit Wochen Vorfälle in Velmeden

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Ort des Geschehens: Friedhelm und Inge Noll aus Velmeden vor ihrem Koi-Teich, in dem nur noch zwölf von bisher 14 Karpfen schwimmen.

Velmeden. Ein Unbekannter verübt seit Wochen Attacken auf einen Gartenteich in Velmeden. Wir haben mit der betroffenen Familie Noll gesprochen.

Zwei Koi-Karpfen sind tot, einer wahrscheinlich erblindet, darauf deuten seine trüben Augen hin. Seit 30 Jahren gibt es den Fischteich im Garten von Familie Noll in Velmeden, Friedhelm Noll hat ihn selbst ausgehoben. Doch seit einigen Wochen finden sie immer wieder Dinge in oder am Teich, die dort nicht hingehören.

Trauriger Höhepunkt: In der Nacht zu Montag vergangener Woche haben Unbekannte Gips und vermutlich auch Blaukorn-Dünger in den Teich gekippt – eine Mischung, an der die beiden Tiere verendeten.

Friedhelm und Inge Noll waren gerade im Urlaub, als sie diese Nachricht erreichte. Ihre beiden Söhne kümmerten sich direkt darum, dass das Wasser abgelassen wird und die zwölf weiteren Koi-Karpfen umgesetzt werden. Sie reinigten auch den Teich. Der Tod der Tiere bedeutet für Nolls auch einen finanziellen Verlust, alle Kois zusammen sind mehrere tausend Euro wert, sagt Friedhelm Noll und seine Frau ergänzt: „Wir hegen und pflegen die Fische und dann kommt ein Rüpel und macht so etwas.“

Eklige Masse: Diese Substanzen waren im Teich.

Das Ehepaar vermutet, dass der oder die Täter auf das Grundstück gegangen sind, da es von der Straße schwierig sei, Gips über das kleine Begrenzungsmäuerchen und die dazwischen liegende Rasenfläche in den Teich zu werfen. Mitbekommen von der Tat haben weder Nachbarn noch Mieter etwas. Die am Montag hinzu gerufene Polizei nahm eine Wasserprobe. Bei der Tat handele es sich um Sachbeschädigung, sagt Polizeipressesprecher Reiner Lingner.

Bereits im April fand Inge Noll zehn Brötchen, acht Bananenschalen und Zitronenschalen im Teich. „Ich habe erst gedacht, dass es ein Waschbär war“, erklärt sie. Ein Netz sollte den Räuber abhalten.

Vor einigen Tagen fand sie dann jedoch eine ihr unbekannte Lampe im Teich, das Elektrokabel lag neben dem Gewässer. „Ich kann nicht verstehen, dass jemand so etwas macht“, betont Inge Noll. Streit gebe es mit niemandem, „ich weiß nicht, was da los ist“. 

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