Auch Kita in Hessisch Lichtenau hat jetzt Platz für U3-Gruppe

Die Krabbelkäfer können kommen: Der Anbau an den evangelischen Kindergarten an der Gustav-Siegel-Straße wurde am Samstag von den ersten Nutzern gleich in Beschlag genommen. Foto: Röß

Hessisch Lichtenau. „Die Lücke ist geschlossen", meldete Erster Stadtrat Heinz Vogt (SPD), als am Samstag der Anbau für die U3-Gruppe in der evangelischen Kindertagesstätte in der Kernstadt von Hessisch Lichtenau seiner Bestimmung übergeben wurde.

Mit der Lücke hatte Vogt die dritte Kindertagesstätte im Blick, womit jetzt nach den Kitas „Karpfenfänger“ im Zentrum der Lossestadt und „Forellenfänger“ in Fürstenhagen alle Einrichtungen der Stadt über eine Kinderkrippe verfügen.

Unter dem Namen Krabbelkäfer wird die neue U3-Gruppe an der Gustav-Siegel-Straße den Betrieb in Kürze aufnehmen, wie Leiterin Antje Söder den Gästen bei der Eröffnung verriet.

Mit dem Anbau wurde die Fläche für die neue Kinderkrippe unter Einbeziehung vorhandener Räumlichkeiten auf insgesamt 120 Quadratmeter ausgedehnt. Damit wurde Platz geschaffen für zehn Kinder, denen ein größerer Aufenthaltsraum, ein Schlafraum sowie eine Teeküche, ein Kinderbad und Toiletten zur Verfügung stehen.

380 000 Euro hat der Anbau gekostet. Und das Architektenteam Frank Siebold und Dirk Wohlgemuth freut sich, dass der finanzielle Rahmen eingehalten werden konnte. Weitere 70 000 Euro sind noch für das Fertigstellen des Außenbereichs mit Feuerwehrzufahrt und den Umbau für die Lerngruppe eingeplant. Bei der Finanzierung hatten das Land Hessen und der Werra-Meißner-Kreis die Stadt Hessisch Lichtenau unterstützt.

Wenn am Mittwoch die ersten Kinder mit ihren Eltern in die Krippe kommen, werden sie von den drei jungen Erzieherinnen Bianca Fehsel, Vanessa Fleck und Anna Karges als Leiterin der Gruppe empfangen, die künftig für die Betreuung der Krabbelkäfer zuständig sind. Die Eingewöhnung der Kinder soll nach dem Berliner Modell erfolgen, wonach die Eltern sich erst nach und nach aus der Begleitung ihres Nachwuchses zurück ziehen, um den Kleinen die Trennung so leicht wie möglich zu machen.

Pfarrer Gert Merkel hatte in Vertretung seines Kollegen Peter Möller die Gäste im Anbau der Krippengruppe begrüßt. Und während er und Söder gedankt hatten, dass alle Arbeiten unfallfrei und planmäßig durchgeführt wurden, spielten die eigentlichen Hauptpersonen, die künftigen Krabbelkäfer, unbekümmert auf dem Teppich vor dem großen Terrassenfenster mit den Bauklötzen.

Die Neulinge bekamen zum Schluss vom Förderverein der Kindertagesstätte noch das T-Shirt, mit dem alle Kinder der Tagesstätte ausgestattet sind, aber in das so mancher Krabbelkäfer erst noch reinwachsen muss. (zlr)

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